Adobe Brackets für Linux, OS X und Windows: Quelloffener und simpler Code-Editor

Code-Editoren gibt es für jeden Anwenderkreis – ob nun simpel und zielgerichtet oder funktionstechnisch ausufernd mit zig Möglichkeiten. Adobe entwickelt mit bereits seit längerem einen der ersten Gattung.

Neben Dreamweaver soll Brackets vor allem die Nutzer ansprechen, denen der kleinere Funktionsumfang ausreicht und für einen Editor eben nicht unbedingt Geld ausgeben wollen. Darüber hinaus wird Brackets quelloffen unter der MIT-Lizenz lizenziert, sodass der Quellcode jedem via GitHub zur Verfügung steht. Entwickelt wird der Editor für Linux, OS X und auch Windows.

Optisch gibt sich Brackets sehr modern und kommt im minimalistisch flachen Look daher. Links steht dem Nutzer eine Liste der geöffneten Dateien zur Verfügung (die sich unterschiedlich sortieren lassen), rechts wird das aktuell geöffnete Dokument angezeigt. Während sich Brackets unter Elementary OS recht gut in den System-Look einfügt, zeigt sich der Editor unter Windows in einem gänzlich eigenen Look, der zwar ebenfalls recht gut ausschaut, aber eben den Eindruck eines in sich stimmigen System-Designs negativ beeinträchtigt

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Funktionell wird ebenfalls alles geboten, was der Freizeitentwickler wohl benötigt: Syntax-Highlighting, verschiedene Formatierungsmöglichkeiten, eine ausgeprägte Suchfunktion sowie eine Projektverwaltung und Live-Vorschau werden hier unter anderem geboten. Wer den Funktionsumfang darüber hinaus noch erweitern möchte, kann auf das Plugin-Repository zurückgreifen, welches innerhalb der Anwendung zugänglich ist. Hierdurch lassen sich z.B. Adobes Webfonts, Theseus-Debugging für JavaScript und Note.js, Markdown-Preview und viel mehr nachträglich integrieren.


Insgesamt erinnert mich Brackets an eine Art Mischung aus Sublime Text, Atom und Text für Chrome. Wer einen simplen und modernen Code-Editor sucht, der nichtsdestotrotz einen gewissen Funktionsumfang bietet, könnte hier eventuell glücklich werden. Wer allerdings z.B. bereits besagtes Sublime Text nutzt oder bereits Zugriff auf Atom hat, wird kaum umsteigen, denn dafür bietet Brackets schlichtweg zu wenige Argumente.

Wer das Ganze nichtsdestotrotz mal ausprobieren möchte, findet die Downloads auf der offiziellen Webseite. Wer den Editor unter Ubuntu, Elementary OS und Co. per Launchpad-PPA installieren und aktuell halten möchte, kann dies über die unten aufgeführten Terminal-Befehle machen, welche von Web UPD8 bereitgestellt werden. Arch-Linux-Nutzer können Brackets auch via AUR installieren.

Brackets per PPA installieren:
  • sudo add-apt-repository ppa:webupd8team/brackets
  • sudo apt-get update
  • sudo apt-get install brackets
  • Stefan Starkbaum

    Ich bin von Sublime Text mittlerweile auf Brackets umgestiegen. Bietet eigentlich alle Funktionen die ich brauche, plus die Idee css Dateien direkt im html Dokument zu bearbeiten finde ich sehr nützlich. Gerade wenn ich am Notebook arbeite und nicht viel Platz am Bildschirm habe.

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