doo – das papierlose Büro für Jedermann

Beim Thema “papierlosen Büro” werden wahrscheinlich viele hellhörig und auch ich bin einer von denen. Ich habe zwar nicht unbedingt mit vielen Papieren zu kämpfen, allerdings neige ich traditionell dazu, eben jene konsequent zu verlegen und deswegen zu verlieren – ich will mir gar nicht ausmahlen, wie ich dann in einem Wust aus Papier untergehen würde. Klar, ein papierloses Büro wäre die Lösung – der Weg dahin ist aber alles andere als einfach und oft nicht wirklich bequem.

doo - Papierloses Büro für Jedermann

Das ist wohl auch den Entwicklern hinter doo aufgefallen, die mich per Mail auf ihre bald startende Software aufmerksam gemacht haben. Die haben es sich nämlich auf die Fahne geschrieben, papierlose Büro für Jedermann mit eben jenem Service möglich zu machen. Darüber hinaus will alle Dokumente immer und überall zur Verfügung stellen können – ganz klar, wir haben es hier mit einem Cloud-Dienst zu tun.

 

Mittels doo soll man digitale Dokumente simpel versenden, empfangen, bearbeiten (auch in der Gruppe) und archivieren können. Das soll man innerhalb der verschiedenen Clients für nahezu alle Systeme machen können. So wird es Clients für Windows und Mac OS X geben, als auch Apps für Android, iOS und Windows Phone 7. Und eine Weboberfläche wird dann natürlich auch mit an Bord sein. So wird man dann wirklich an jedem Arbeitsplatz und auch von unterwegs auf die Dokumente zugreifen können, die man dort ablegt. Das Versprechen, das die Archivierung ebenfalls einfach vonstatten gehen soll, lässt das Ganze außerdem noch einmal eine Stufe hübscher klingen – denn nichts ist schlimmer, als zig Dokumente irgendwo gespeichert zu haben, die man nicht mehr wieder findet!

Wie im obigen Preview Snapshot zu sehen ist, wird doo wohl auch ziemlich gut aussehen. Das gefällt mir und ist mir persönlich auch wichtig bei einer Software. Denn eine Software, die ich benutze, muss auch Spaß machen und eine schöne Optik trägt da natürlich dazu bei. ;)

doo befindet sich derzeit noch im Pre-Beta Status, ist also noch nicht öffentlich nutzbar und auch die geschlossene Beta-Phase steht noch bevor. Wer an eben jener Beta interessiert ist, kann sich auf der doo-Webseite für einen Invite registrieren. Die erste Phase der Beta ist aber übrigens ausschließlich Mac OS X vorbehalten. Die anderen Systeme sollen in naher Zukunft ebenfalls möglichst schnell nachgereicht werden.

Was bleibt mir noch zu doo zu sagen? Nun ja, ich erhoffe mir hier eine starke Software, mit der man vergleichsweise problemlos auf den ganzen Papiermüll verzichten können wird. Dass doo auf einem guten Weg ist, zeigen nicht nur aktuelle Fortschritte in der Entwicklung, sondern auch die Personen, die hinter doo stecken – allen voran Lars Hinrichs, dem Gründer von XING. Dort wird man also wissen, was z.B. businesstechnisch nötig sein wird, um aus doo eine gute und erfolgreiche Software zu machen. :)

Was denkt ihr über doo? Glaubt ihr, dass da viel Potential drin stecken könnte und das papierlose Büro endlich in greifbare(re) Nähe rückt? Was erwartet ihr euch von so einer Software, die so vollmundige Versprechungen macht?

  • http://www.einrichtung-und-moebel.de Sergiu

    Ist auf jeden Fall mal im Auge zu behalten. Bei der Menge an Geld, was da investiert wird, sollte das Ganze schon laufen ;)

    Ich habe vor kurzem erst ein Tool entdeckt, mit dem ich mein papierloses Büro /Colaboration-Netzwerk/Taskmanagement /Projektmanagement betreibe… bin sehr zufrieden und es ist kostenlose SaaS-Lösung.

    Demnach, muss schon was sehr gutes kommen, damit ich umsteige. (ich mache hier nicht Werbung dafür, da es vielleicht unschön ist, um welches Tool es sich handelt.)

  • basti

    Gerade Geschäftsdaten – und darum wird es ja wohl gehen, wenn du von Büro sprichst – gehören nicht unverschlüsselt auf irgendeinen Webdienst geladen. Punkt, Ende, aus.

    • http://doo.net Alex

      Sehr gute Anmerkung!
      Alle Daten werden verschlüsselt gespeichert. Mehr noch – alle Prozesse werden nach ISO27001 Zertifiziert. http://www.gruenderszene.de/interviews/doo-seedfinanzierung
      Außerdem werden die Daten in einem europäischen Datenzentrum hochverfügbar gespeichert, so wie es europäischer Datenschutz fordert.

    • http://CocasBlog.de Coca

      Ich habe nie behauptet, dass Dokumente bei doo unverschlüsselt gespeichert werden würden. Das kann ich auch gar nicht sagen, weil ich die betreffenden Informationen bisher gar nicht hatte.

      Ungeachtet dessen hast Du aber natürlich recht in Deiner Kernaussage, aber wie Alex ja bereits angemerkt hat, wird da ja für gesorgt sein.

      • basti

        Wie läuft das ganze denn dann performance-technisch auf einem Smartphone? Das dürfte bei umfangreichen Daten wohl kaum genug Leistung bieten, um diese flott zu entschlüsseln.

        Dem mag man entgegnen, dass die Daten ja auch vor dem Versand in der Cloud entschlüsseln werden können – das allerdings ist in meinen Augen kein sicheres Verfahren, da dem Anbieter somit ja der (geheime) Schlüssel bekannt sein muss.. Und wie soll das “teilen” mit Freunden/Kollegen funktionieren? Mit einer extra Software? Muss ich dann jedem den Schlüssel gesondert mitteilen?

        Also ich habe da noch etliche offene Fragen bezüglich der Sicherheit.

        • http://CocasBlog.de Coca

          Auch das kann ich Dir (zumindest nicht abschließend) nicht beantworten. Ich habe doo bisher nicht testen können, weil es eben noch keine Clients zum Testen gibt.

          Zum Teilen kann ich aber die Vermutung aufstellen, dass z.B. für ein Sharing per Email ein gesonderter Link automatisiert erstellt wird, der einem dann Zugriff auf die Datei gibt. Inwiefern das dann sicher ist oder dem letztlichen Vorhaben der Entwickler entspricht, kann ich Dir natürlich ebenfalls nicht beantworten – siehe oben.

        • http://www.linkedin.com/in/alexkoche42 Alex

          Um die Performance der Mobilen Geräte braucht man heutzutage zum Glück keine Sorgen mehr zu machen. Die Verschlüsselung wird ja auch von den jeweiligen Kernel iOS und Android angeboten siehe HTTPS/VPN.
          Die sogenannte End-To-End Verschlüsselung löst das Problem, dass der geheime Schlüssel dem Anbieter bekannt sein muss. Diese wird z.B. mit Hilfe eines symmetrischen Schlüssels und einer (Managed) PKI gelöst. Es wird keine extra Software zum Austausch der Schlüssel benötigt. Auch wird niemand mit Schlüsseln manuel arbeiten und diese den Kollegen oder Freunden zusenden müssen. Darum wird sich doo Plattform kümmern.
          Wir verstehen und respektieren völlig, dass Datensicherheitsbewusste Menschen wie Basti – Zitat: “noch etliche offene Fragen bezüglich der Sicherheit haben”. Wir werden uns größtes Mühe geben, die Transparenz im Bezug auf die Datensicherheit zu schaffen und alle Bedenken auszuräumen.

      • basti

        Ich will hier keinesfalls jemandem auf den Schlipps treten, aber gerade in diesem Aufgabenbereich halte ich Datensicherheit für das A und O.

        Schließlich hat man es im Beruf auch gerne mal mit Kundendaten oder sonstigen, sensiblen Daten zu tun – selbst wenn es nur unternehmensinterne Statistiken sein sollten.

        Um die hochgeladenen Daten wirklich sicher schützen zu können, darf der Anbieter nicht in der Lage sein, diese im Klartext auszulesen; denn was der Anbieter kann, kann im Zweifelsfall auch jeder Angreifer dem es gelungen ist, das System zu kompromitieren.

        So fußt der Erfolg oder nicht-Erfolg eines solchen Anbieters meiner Meinung nach auf zwei Säulen: Zum einen müssen die Daten optimal vor Verlust geschützt, also mehrfach redundant gesichert werden. Zum anderen dürfen die Daten, selbst im Falle eines Verlustes an Dritte, nicht im Klartext lesbar sein. Sollte eine dieser Säulen auch nur ein einziges Mal beschädigt werden, wäre zumindest für mich das Vertrauen in diesen Anbieter nachhaltig geschädigt.

        Und um eben letzteren Punkt gewährleisten zu können, ist eine Verschlüsselung nötig, die die Daten bereits vor dem Hochladen auf dem Gerät des Nutzers verschlüsselt – andere Möglichkeiten diesbezüglich sind mir nicht bekannt.

  • Didi

    Ganz ohne Papier wird es in meinem Beruf nicht gehen. Mein angestrebtes papierloses Büro wird durch einen schwerfälligen und klammen Staatsapparat blockiert. Aber so weit es möglich ist, praktiziere ich die Digitalisierung schon. Allerdings mit namhaften Anbietern sowie mit eigenen Sicherungen und nicht mit no-name-Diensten, die sich zudem gerade erst in der Testphase befinden.

    • http://CocasBlog.de Coca

      Neuen Diensten sollte man auch mal eine Chance geben. Zumindest im Auge behalten dürfte drin sein, oder? ;)

  • http://www.jochenbake.de Jochen

    Ich bin begeistert von einem Papierlosem Büro. Ich stehe einfach auf die Technischen Spielereien damit. Deshalb verwende ich ELO Office 9 das ich auf meiner Seite vorgestellt habe. Trotzdem bin ich für neue Sachen immer offen und werde mir doo einmal genauer ansehen.

    Grundsätzlich habe ich nichts gegen die Cloud, doch wenn ein NAS zur Verfügung steht, ist das die erste Wahl um die Daten zu speichern. Deshalb werde ich wahrscheinlich nicht umsteigen. Ich könnte mir denken, das ich es ev. für ein paar bestimmt Dokumente missbrauchen werde.

    Die Seite macht einen guten Eindruck mit schönen Grafiken, das läßt vermuten das es ein ansprechender Dienst wird.

    Ich lasse mich mal überraschen

  • http://www.fastbill.com Christian

    Hallo zusammen,

    auch wir von FastBill glauben an das papierlose Büro und haben bereits einen Ansatz live. Ich stimme meinen Vorrednern zu: Datensicherheit und einfache Handhabung sind das A & O. Wir setzen deshalb auf keine gemieteten Server bei Amazon sondern auf eigene Server in unserer Private Cloud und revisionssichrere Archivierung von Rechnungsdokumenten, etc. Wer Interesse hat, wir haben alle neuen Funktionen für das papierlose Büro hier mal vorgestellt.

    Freue mich immer über Feedback.
    Beste Grüße
    Christian

  • http://www.linkedin.com/in/alexkoche42 Alex

    Hallo Christian,

    ich finde es schade, dass Gleichgesinnten, wie du (oder FastBill), direkt damit anfangen, doo ins schlechte Licht zu rücken. Wir finden FastBill toll und würden nicht über euch negativ reden. Ihr habt nun mal ein anderes Approach als wir, wichtig ist aber das Ziel: Wir wollen alle papierlos leben und arbeiten und dadurch effektiver sein und was für die Umwelt tun. Richtig?
    Datensicherheit und einfache Handhabung ist auch für uns das wichtigste Ziel. Auch wenn wir bei Amazon hosten, werden wir die Daten ausschließlich in Europa aufbewahren.
    Ich werde mich nicht aufs Niveau des Vergleichs von AWS und ADACOR bewegen. Ich sehe einfach keinen Sinn darin. Ich habe über 8 Jahre lang global in verschiedenen Datenzentren Server gehostet (Frankfurt, Köln, NYC, Tokyo, Bejing, Capstadt … BT, HostEurope, NTT Docomo…) und weis, dass es trotz aller Sicherheitsmassnahmen Probleme geben kann. Auch ADACOR wird es irgendwann treffen.

    Wie gesagt: das Ziel ist für uns das wichtigste und FastBill halten wir für Gleichgesinnten!

    In dem Sinne, schöne Grüße aus Bonn!
    Alex

  • http://www.fastbill.com Christian

    Hi Alex,

    oh je…gut, dass du schreibst! Ich finde die Idee von doo großartig und hatte mit keinem Argument vor doo ins schlechte Licht zu rücken. Falls es so angekommen ist, möchte ich mich hiermit entschuldigen!

    Ich finde die doo-Idee toll und sehe ausserdem Anwendungsfälle, die FastBill nicht abdeckt. Deshalb freue ich mich auf das Produkt und habe mich auch schon als betatester angemeldet ;-)

    Ein Hostingvergleich halte ich an der Stelle ebenfalls nicht für angebracht und unnötig. Wir haben uns eben für den privaten Ansatz entschieden und sind damit glücklich.

    Ich drück euch die Daumen und freue mich auf doo. Bin immer interessiert an einem Austausch zu dem Thema. Vielleicht ergibt sich ja mal die Chance in Godesberg (meiner alten Heimat)…

    Gruss
    Christian

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