Dropbox, Notational Velocity & friends

Texte und systemübergreifend synchronisiert

Kennt Ihr das auch? Kaum raus aus der Arbeit, und schon fällt einem ein, was am nächsten Tag noch unbedingt erledigt werden muss. Oder all die brillianten Ideen, Lösungen, Gedanken, die unterwegs, in der Kneipe, im Rahmen eines guten Gespräches kommen und am nächsten Tag wieder verschwunden sind. Wie haltet Ihr diese Informationen fest?

Ich habe mich eine Zeit lang bemüht, Evernote als Gedächtnisstütze zu nutzen, bin aber nie wirklich glücklich damit geworden. Evernote ist ein großartiges Programm, aber es ist langfristig angelegt und spielt seine Stärken im Zusammenspiel mit Medien, Webseiten, Fotos, etc. aus. Für den spontanen täglichen Einsatz taugt es (mir) nicht.

Die Initialzündung für meine jetzige Rundum-Zufrieden-Lösung hat mir Stefan auf der CeBIT gezeigt. Er hat dort all seine Notizen auf seinem MacBook in einen kleinen Texteditor namens Notational Velocity gehackt. Klingt auf den ersten Blick unspektakulär. Aber NV hat es wirklich in sich.

Über dem Schreibfeld zeigt das Programm eine Liste der gespeicherten Dateien und Texte an, die so in Sekundenschnelle geöffnet werden können. Dazu kommt eine genial umgesetzte Suchfunktion, die auch das Hantieren mit einer großen Menge gespeicherter Texte ermöglicht. Alternativ können auch Tags vergeben werden. Speichern ist nicht notwendig. NV hält seine Quelle permanent aktuell und macht das Wechseln zwischen Texten so noch einfacher.

Standardmäßig legt NV die Daten in einer eigenen Datenbank ab, die zusätzlich verschlüsselt werden kann. Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn das Programm auf einem einzelnen Rechner genutzt wird. Habe ich das schon erwähnt? Notational Velocity ist Freeware – kann also kostenfrei genutzt werden.

Um die gespeicherten Daten von mehreren Geräten aus nutzen zu können, bietet NV die Möglichkeit, auf die Clouddienste SimpleNote und Dropbox zuzugreifen. Wer dies nutzen möchte, sollte allerdings überlegen, seine Notizen nicht im NV-eigenen Datenbankformat zu speichern, sondern eventuell besser als eigenständige Dateien, die auch von der Gegenstelle erkannt werden. NV bietet hierfür eine Reihe unterschiedlicher Formate, vom simplen *.txt, über formatierte (Rich Text) Texte mit *.rtf bis hin zu html-Unterstützung.

Für den Datenabgleich mit Simplenotes gibt es eine eigene Eingabemaske.

Simplenote ist ebenfalls kostenfrei und bietet Stand heute (April 2012) auch Apps für iPhone, iPad und iPod Touch, sowie Unterstützung einer Reihe weiterer Anwendungen. Ich nutze zum Datenabgleich meine . Um das zu tun, habe ich einen Ordner „Notizen“ auf der angelegt, in dem ich all meine Notizen als simplen Text ablege.

Auf diesen kann ich nun von meinen anderen Geräten und Rechnern in Echtzeit zugreifen, und neue Texte erstellen, Texte ändern und aktualisieren. Leider gibt es Notational Velocity (derzeit ?) nur für Mac OS, weswegen ich auf anderen Geräten eine Alternative finden musste.

Auf meinem Firmenrechner mit habe ich deswegen ResophNotes installiert. RN bietet fast den gleichen Funktionsumfang wie Notational Velocity, unterstützt Dropbox und SimpleNotes und ist ebenfalls Freeware.

Etwas kniffliger war die Entscheidung beim iPhone und iPad. Hier habe ich länger mit iA Writer und mit Elements herumgespielt. Letztlich habe ich mich für Elements entschieden, weil mir die etwas umfangreicheren Funktionen und Formate mehr zugesagt haben. Allerdings sind beide Apps nicht kostenfrei, so wie NV und RN. € 3,99 werden für die iPad-Version von Elements fällig, iA Writer gibt es gerade im Angebot für € 0,79.

Was Ihr letztlich nutzen wollt ist natürlich immer individuelle Geschmackssache. Wichtig dabei ist nur, dass an allen Punkten die gleichen Speichereinstellungen benutzt werden. Schließlich wäre es mehr als ärgerlich, wenn eines der Geräte bestimmte Notizen nicht mehr erkennt nur weil das Textformat nicht erkannt wird, oder der Text ver-formatiert worden ist.

Ich gehe nicht davon aus, dass ich jetzt nie mehr etwas vergessen werde, aber das Zusammenspiel über die Dropbox macht schon richtig Spaß. Hier spielt die Cloud all ihre Vorzüge aus. Im Flieger von einer interessanten neuen Band gelesen, Notiz ins iPhone gehackt und ohne weitere Aktion zuhause am Rechner weiter recherchiert. Abends einen wichtigen Einfall gehabt, die Job-To-Do-Liste aktualisiert und tags darauf in der Firma umgesetzt. Selbst Vokabeln lernen macht meiner Tochter jetzt Spaß. Alle schlechten Vokabeln ins iPad gehackt und am anderen Rechner ausgedruckt. Genau so habe ich mir das vorgestellt!

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