Excito B3 WiFi: Plug-&-Play-NAS Testbericht

Seit einigen Wochen habe ich ein Excito B3 WiFi bei mir im Einsatz. Mit 500 GB Speicherplatz für 375 Euro (drei TB kosten 485 Euro) ist das NAS (Network Attached Storage) ein recht kostspieliger Vertreter seiner Art, dafür gibt es aber eine ganze Menge Funktionen. In diesem ersten Bericht gibt es einen Überblick darüber und meine ersten Eindrücke zum B3 WiFi.

Lieferumfang und Spezifikationen

In Paket ist natürlich das NAS selbst enthalten, sowie einige Kurzanleitungen und auch die beiden Antennen für die WiFi-Funktionen. Das Netzteil und ein kurzes Patch-Kabel sind natürlich ebenfalls mit dabei. Es ist also minimalistisch gehalten – gut so! Die Packung schaut übrigens recht schick aus. ;)

Im B3 WiFi ist eine ARM-CPU mit 1,2 Ghz und 512 MB RAM verbaut. Je ein Anschluss für LAN und WAN, zwei Ports für USB 2.0 und ein eSATA-Anschluss sorgen genauso für die nötige Konnektivität, wie das integrierte 802.11 abgn WiFi-Modul. Die Maße liegen bei 115 x 45 x 185 mm und das Gewicht bei 1.220 Gramm. Die Kühlung erfolgt über ein lüfterloses System und soll weniger als 20 dB Lautstärke verursachen.


Design

Das Excito B3 sieht unheimlich klasse und edel aus. Kein billiger Plastik, alles hat Hand und Fuß, fässt sich schön an und man lässt das Gerät gerne auf dem offen auf dem Schreibtisch liegen und versteckt es nicht irgendwo. Auf der Oberseite prangt groß das Excito-Logo und an der Rückseite prangen die Antennen auffällig in die Luft. Wahlweise kann das B3 hoch- oder seitkant aufgestellt.

Zusammen mit dem angenehm hohen Gewicht fühlt sich das Ganze schon sehr wertig an und ich muss ehrlich sagen, dass ich selten ein NAS gesehen habe, das diesbezüglich ein solches Niveau erreicht – beeindruckend!

Funktionen

Nun kommen wir so langsam zu den spannenden Aspekten des Excito B3 WiFi: Den Funktionen, die das NAS bietet und da gibt es so einiges nennenswertes. Zum Einen kann man natürlich einen DLNA- und iTunes-Server aufsetzen, genauso wie einen File-, Email- und Web-Server. Auch Bittorrent-, Print- und DHCP-Server lassen sich hier betreiben. Eine integrierte Firewall, sowie Backup- und Diebstahl-Lösungen sind ebenfalls integriert.

Natürlich lässt sich das WiFi-Modell auch als Access Point nutzen, sodass sich alle möglichen Geräte mit dem NAS verbinden können. Selbstverständlich ist auch die Weboberfläche, mit der man das NAS z.B. auch außerhalb des Netzwerkes erreichen und auf die dort abgelegten Dateien zugreifen kann. Übrigens kann das B3 auch im RAID-1-Modus betrieben werden.


Unter der Haube setzt das B3 dabei auf Debian 6.0 (Squeeze) mit dem Linux-Kernel 2.6 als Betriebssystem und generell ist man bei Excito stolz darauf, Open-Source-Bewegungen zu unterstützen und versucht dabei, eine gesunde Mischung aus Nehmen und Geben einzuhalten, was ich für löblich halte.

Das B3 im Einsatz

Die Installation und Einrichtung ist denkbar einfach: Das NAS mit dem mitgelieferten Patch-Kabel direkt am Router anschließen, in der Adressleiste des Browsers “b3/” eingeben, um die die Weboberfläche zu öffnen und dort die automatische Konfiguration durchlaufen lassen. Das NAS bekommt dann automatisch per DHCP eine IP-Adresse und ist einsatzbereit. Apropos Weboberfläche: Die sieht schlicht großartig aus, ist übersichtlich gestaltet und auch recht schnell. In der Weboberfläche kann man darüber hinaus auch noch einen integrierten Audio-Player und eine Bildergalerie nutzen. Beide funktionieren tadellos und sind sehr schnell und einfach in der Benutzung.

Ich persönlich habe mich vorerst dafür entschieden, das B3 als Mediencenter zu nutzen. Das heißt im Prinzip, dass alle Bilder, Videos und auch meine lokale Musiksammlung auf dem NAS landen, damit ich bei Bedarf von allen Geräten via DLNA auf die Daten zugreifen kann. Das wiederum heißt natürlich im Umkehrschluss auch, dass die ganzen Dateien erstmal auf das NAS verschoben werden müssen. Im File-Explorer wird das NAS zum Einen automatisch als DLNA-Server und als Netzwerk-Computer erkannt, die verwaltung der Dateien ist also denkbar einfach. Die Dateiübertragung selbst geht dabei ziemlich schnell vonstatten.

Der Zugriff auf die Daten, die auf dem NAS liegen, ist dann problemlos machbar. Wie bereits erwähnt können die Dateien im File-Explorer aufgerufen werden. Medien können problemlos via DLNA gestreamt werden – die Wiedergabe eines HD-Filmes macht z.B. keine Probleme. Um außerhalb des Netzwerkes auf das NAS zugreifen zu können, kann man im Webinterface eine spezielle URL festlegen, unter der man nach dem Login den gewohnten Zugriff hat – alles ist angenehm einfach und simpel konfigurierbar, was generell eine Stärke des B3 ist.



Erstes Fazit

Ich bin bisher mit dem Excito B3 WiFi rundum zufrieden. Die Einrichtung ist idiotensicher, die Funktionalitäten einwandfrei und ich finde es vorteilhaft, dass kein eigener Client benötigt wird, sondern alles im File-Explorer und in der Weboberfläche geschieht. In Zukunft werde ich dann sicherlich auch noch tiefer in die Materie einsteigen – bislang nutze ich lediglich DLNA und FTP – angesichts des schieren Funktionsumfangs, den das B3 bietet, hat man das Gefühl, dass man da lediglich an der Oberfläche kratzt. Ein entsprechender Erfahrungsbericht wird deswegen in den nächsten Monaten sicherlich folgen – dafür lasse ich mir allerdings Zeit, schließlich will ich dann Langzeiterfahrungen vermitteln können.

Habt ihr evtl. Fragen zum B3 WiFi, die ich testen und im Langzeitbericht beantworten soll? Dann scheut nicht und fragt einfach!

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