Fliders-Gleitfüße: Wie meine Apple Magic Mouse brauchbar wurde

Wer Apples Magic Mouse kennt, weiß auch über ihre Probleme Bescheid, denn die Geräuschentwicklung und Gleitfähigkeit der sind Klassen unter der Konkurrenz. Fliders will diese Probleme ausmerzen.

Seit meinem Umstieg auf OS X nutze ich Apples Magic Mouse zur Navigation im Betriebssystem. Wirklich glücklich war ich mit der Maus aber nie so wirklich, denn auf meinem Holztisch ist sie deutlich zu laut und gleitet vergleichsweise schwerfällig über die Oberfläche. Zum Vergleich: Microsofts Sculpt Comfort Mouse ist in der Benutzung deutlich geräuschärmer und gleitet hervorragend über diesen Tisch, ebenso wie die MX510 und G500 sowie die Roccat Kone.

Apples Maus fiel als einzige deutlich negativ auf, da die Teflonfüße einfach stark am Tisch scharren. Aus diesem Grund holte ich sogar wieder mein Destructor-Mauspad von Razer aus dem Schrank heraus, was aber auch nur bedingt Besserung einbrachte – außerdem bin ich seit einigen Jahren kein Mauspad-Freund mehr.

Ich dachte also mehrmals darüber nach, einfach meine Microsoft-Maus nicht nur unter Windows, sondern auch unter OS X zu nutzen. Während ich auf die Wischgesten der Magic Mouse für Mission-Control und Co. verzichten könnte (da ich auch ein Magic Trackpad nutze), kann ich aus einem Grund nicht auf die Magic Mouse verzichten: Scrolling per Wischgeste. OS X setzt Scrolling mit gerasterten Mausrädern schrecklich um, da es schlicht nicht darauf ausgelegt ist – praktisch wie unter Windows, nur eben anders herum.

Dementsprechend war ich in der Bredouille: Ich wollte die Magic Mouse nutzen, sie gleichzeitig aber am Liebsten wegwerfen. Dann habe ich am Sonntag bei Twitter von den Fliders gelesen, alternativen Füßen für die Magic Mouse, die man einfach auf die vorhandenen Teflonfüße klebt und die, von mir erwähnten, Kritikpunkte ausmerzen sollen. Ich habe also nicht wirklich lange nachgedacht und ein Set bestellt, welches gestern angekommen ist.


Die Fliders-Mausfüße sind dabei keine typischen Teflon-Füße, sondern bestehen stattdessen aus einem „besonderen Gemisch aus synthetischen Materialien“ (was auch immer das wiederum heißen soll), welches deutlich weicher ist. In der Theorie sollte das daher für einen geringeren Widerstand sorgen, da sich die Gleitfüße dem jeweiligen Untergrund besser anpassen.

Nach dem etwas fummeligen Anbringen der Maus habe ich tatsächlich direkt einen Unterschied in der Praxis bemerkt: Während die Magic Mouse zuvor laut scharrte, bewegt sie sich nun beinahe flüsterleise über meinen Tisch und lässt sich viel agiler bewegen. Das führt im Endeffekt dazu, dass die Maussteuerung entsprechend präziser wird – gerade das unpräzise Verhalten durch die schleppende Bewegung ließ mein Handgelenk oft nach einigen Stunden ermüden, was mit anderen Mäusen nie der Fall war.

Nun ist das Produkt aber natürlich trotzdem nicht perfekt. Zum einen ist ein Zweier-Set, bestehend aus vier dieser Gleitstreifen, mit 9,90 Euro irre teuer, wenn man mal bedenkt, dass man eigentlich nur vier klebende Stoffstreifen und etwas Marketing-Pappe drumherum bekommt. Zum anderen mache ich mir Sorgen über die Langlebigkeit der Fliders. Früher oder später trägt sich das Stoff-Material am Tisch ab, dazu dürfte es definitiv schwieriger in der Reinigung sein. Langfristig stellt Fliders also ein geniales Business dar: Wer sie einmal ausprobiert hat, will seine Magic Mouse nicht mehr ohne benutzen und wenn sie auch nicht so langlebig sind, wie Teflon-Füße, hat man im Handumdrehen eine treue Kundschaft um sich gescharrt.

Nichtsdestotrotz gilt am Ende des Tages, dass die Gleitfüße von Fliders drei Dinge bei mir erreicht haben: Ich nutze die Magic Mouse endlich, ohne sie zu hassen, konnte mein Mauspad wieder einmotten und arbeite wesentlich präziser. Das sind die Kernargumente, mit denen man bei Fliders hantiert und sie schaffen es tatsächlich diese einzuhalten. 9,90 Euro sind, wie gesagt, nicht wenig – allerdings würde ich tatsächlich jederzeit wieder zugreifen, da sie die Bedienung der Magic Mouse einfach immens verbessern – und das merkt man bereits nach wenigen Sekunden.

  • http://deckerweb.de/ David Decker

    Klingt super, hab dasselbe Problem, aber auf einem “glatten” Ikea-Tisch… Mousepads sind auch doof, denn die rutschen auch…

    Kurz gesagt: Bestellung ist grad raus, bin in freudiger Erwartung… :)

    DANKE!

  • Wolfgang D.

    Hallo, wie lang ist so ein Streifen ungefähr? Mindestens 8×0,5cm würde reichen. Damit könnte ich vielleicht auch meine Nager-IT Maus wieder gleitfreudiger machen.

    • http://about.me/charles.engelken Charles Engelken

      Gerade nochmal mit dem Geodreieck nachgemessen: Exakt 7,8 x 0,3 cm sind es pro Streifen.

      • Wolfgang D.

        Danke! Gleich mal bestellen.

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