Google I/O Keynote 2012: Viel Gold und genauso viel Blech

Gestern war es also endlich soweit und hat auf der I/O zum großen Rundumschlag ausgeholt. Viele neue Dinge wurden vorgestellt, die quer durch das Portfolio des Unternehmens gingen. , Hardware, Google+ und Google Glasses – es war praktisch für jeden etwas dabei. Moment: Wirklich für jeden? Mitnichten! Denn in Deutschland schaut man z.B. (mal wieder) größtenteils in die Röhre. Eigentlich wollte ich ja gar nicht über die Google I/O bloggen, aber ich musste dann letzte Nacht aus einigen Gründen dann doch einfach mit dem Schreiben anfangen Aber alles nacheinander. Wer Spezifikationen und Neuerungen bereits kennt, überspringt das einfach und scrollt weiter runter, dort dürfte es dann auch für euch interessanter werden. Vorher binde ich euch aber noch einmal die komplette Aufnahme der Keynote ein, die inzwischen auf YouTube verfügbar ist, damit ihr euch das Ganze bei Bedarf noch einmal in Gänze anschauen könnt:

Android 4.1 Jelly Bean: Project Butter und viel, viel mehr

Den Anfang machte die Vorstellung von Android 4.1 Jelly Bean. Hier wurden eine Menge neuer Funktionen und Verbesserungen vorgestellt. So soll Android als Gesamtes endlich deutlich performanter werden. Dieses Vorhaben nennt Google “Project Butter”, weil das System eben endlich “buttery smooth” laufen soll, was mit durchgängigen 60 Frames pro Sekunde auch erreicht wird. Außerdem lässt sich der Homescreen nun dynamisch anpassen. Platziert man also ein Widget auf dem Homescreen, werden im Weg stehende Icons zur Seite geschoben. Will man ein Widget verschieben, passt es sich automatisch in der Größe an, um auf den jeweiligen Homescreen zu passen.

Des Weiteren ist Chrome nun der Standard-Browser und Google Maps, sowie die Spracherkennung sind offline verfügbar. Mit Letzterem kann man dadurch z.B. auch offline Texte für Emails, SMS, etc. einsprechen und das funktioniert wirklich gut! Allerdings wird das erstmal nur in englischer Sprache verfügbar sein. Weitere Sprachen sollen folgen. Die Tastatur wurde verbessert und soll nun anhand des Kontextes darauffolgenden Wörter voraussagen – quasi im SwiftKey-Stil.

Im Entwickler-Bereich interessant sind “Smart App Updates” und das neue PDK. Ersteres soll inkrementelle App-Updates ermöglichen, sodass bei einem Update einer App nur noch die veränderten Dateien heruntergeladen werden, statt der gesamten App. Das PDK ist vor allem für die Hersteller der Android-Smartphones gedacht und soll es diesen ermöglichen, Updates des OS schneller ausliefern zu können. Dafür wird das PDK immer ein Vierteljahr vor Release der dazugehörigen Android-Version an die Hardware-Partner ausgeliefert.

Suchergebnisse auf Basis von Google Knowledge Graph

Meine beiden persönlichen Highlights sind aber zum Einen die verbesserten Benachrichtigungen und die überarbeitete Suche. Ersteres gibt einem nun in der Benachrichtigungsleiste direkte Interaktionsmöglichkeiten. Hat man also z.B. eine Benachrichtigung über einen verpassten Anruf, kann man direkt über die Benachrichtigung einen Rückruf absetzen, ohne die App zu öffnen. Die überarbeitete Suche präsentiert einem nun ein neues Design und lässt sich auch über die Sprachsteurung bedienen. Man fragt also z.B. einfach, welchen Umfang der Mond hat und bekommt die Antwort direkt innerhalb der Search-App angezeigt und auch vorgesprochen. Das klappte bei der Keynote perfekt und die präsentierten Informationen machen einen tollen Eindruck. Die erweiterten Notifications können einem nun eine Menge Aufwand ersparen und erscheinen logisch. Man fragt sich direkt, warum es das noch nie gab und denkt dabei unweigerlich auch an Apples miesem Benachrichtigungssystem, das nun noch weiter zurückfällt.

Interaktionen mit Notifications / Quelle: Caschys Blog

Das letzte Feature, das gezeigt wurde, hieß Google Now. Das steht in direktem Bezug zur Suche und zeigt z.B. Fahrtzeiten von Bahnen, Sportergebnisse und viel, viel mehr. Wenn man z.B. einen Flug um 19 Uhr hat und sich dieser verspätet, sieht man es in der App direkt. Geht man um diese Uhrzeit üblicherweise einer bestimmten Tätigkeit nach, schiebt Google Now diese automatisch ein, sofern dafür noch genug Zeit bis zum Flug ist.

Android 4.1 Jelly Bean soll dann Mitte Juli zunächst für das Samsung Galaxy Nexus und Nexus S, sowie für das US-Modell des Motorola XOOM erscheinen. Das SDK für Jelly Bean hingegen ist bereits jetzt zum Download verfügbar.

Google Nexus 7: Das Google-Tablet ohne Tablet-UI

Weiter ging es mit dem lange erwarteten Nexus-Tablet. Kurz vor der Keynote ist ja bereits ein Foto des Gerätes geleakt, das mich persönlich bereits enttäuschte: Das Nexus 7 wird nämlich nicht mit der bekannten Tablet-UI von Honeycomb bzw. Ice Cream Sandwich arbeiten. Man könnte hier natürlich argumentieren, dass ein sieben Zoll großes Gerät ein bisschen klein für die Bedienung der Tablet-UI ist – allerdings wäre mir das immer noch lieber, als die Phone-UI, wenn ich ehrlich bin, welche allerdings insofern an die Größe des Gerätes angepasst wurde, als dass man mehr Platz für Widgets und Icons auf dem Homescreen hat – man ist also nicht auf das Vier Mal Vier Grid beschränkt. Auch die Apps werden im Tablet-Format dargestellt, sofern diese vorhanden sind.

Google Nexus 7 Spezifikationen

Das Tablet selbst wird, wie wir bereits seit längerem wussten, von ASUS gefertig und ist in Bezug auf die Spezifikationen sehr gut. Das sieben Zoll große IPS-Display hat eine Auflösung von 1280 x 800 Pixeln, eine Quad-Core Tegra 3 CPU, einen GB RAM, sowie acht bzw. 16 GB internen Speicher, die sich aber nicht per microSD erweitern lassen. Bzgl. der Konnektivität kann man auf WiFi, Bluetooth und NFC zurückgreifen. 3G ist also nicht mit an Bord. Das Gewicht beträgt 340 Gramm und insgesamt ist das Gerät sehr kompakt gehalten, damit man den Content, der im Google Play Store angeboten wird, auch möglichst gut konsumieren kann – denn genau dafür ist das Nexus 7 primär gedacht.

Vor allem, wenn man auf den Preis schaut, der 199 US-Dollar betragen wird, kann sich das absolut sehen lassen. Eine Quad-Core CPU mit einem IPS-Display in einem 199 US-Dollar günstigen Gerät ist echt klasse, finde ich.

Nexus Q: Android @ Home als Medienkugel

Erinnert ihr euch noch daran, als Google auf der letztjährigen Keynote das Projekt Android @ Home vorgestellt hat? Ich persönlich hatte das Projekt bis zur gestrigen Keynote vollkommen aus meinem Gedächtnis gestrichen, da diesbezüglich seit dem letzten Jahr einfach nichts an die Öffentlichkeit gekommen ist. Das hat sich aber auf Keynote geändert, denn dort hat Google das Nexus Q vorgestellt. Das ist im Grunde ein Streaming-Mediaplayer, der Musik und Videos über Google Play, sowie YouTube-Videos abspielt und quasi ein vollwertiges Android-Gerät ist.

Google Nexus Q: Der soziale Media-Streamer

Das Nexus Q nutzt Android 4.0 Ice Cream Sandwich (nein, nicht Jelly Bean), eine OMAP 4460 CPU (die Gleiche, wie im Galaxy Nexus), hat einen GB RAM und 16 GB internen Flash-Speicher. Zum Verbindungsaufbau stehen WiFi, Bluetooth, NFC, sowie Micro HDMI, Optical Audio und Ethernet zur Verfügung.

Prinzipiell stellt sich nun die Frage, was das Google Q so besonders machen soll und wo man sich von der Konkurrent à la Sonos absetzen will. Die Antwort ist hier: Social Streaming! Das Ganze lässt sich am Beispiel von Google Play Music ganz gut erklären: Angenommen, man ist mit ein paar Freunden zu Hause und will Musik hören. Alle sind in Besitz eines Android 4 Smartphones (ganz nebenbei: guter Witz, oder?) und haben ihre Musik bei Google Play Music hochgeladen. Nun kann sich jeder mit dem Nexus Q verbinden und die Music per Google Play Music auf das Nexus Q streamen. Dabei können dynamisch Warteschleifen angelegt werden, oder bei Bedarf auch einfach gerade abgespielte Songs unterbrochen werden. Einen Schritt weiter geht man dann noch, wenn man ein Fernsehgerät an das Nexus Q anschließt. Dann nämlich werden beim Abspielen von Songs Visualisierungen dargestellt. Streamt man ein Video über Google Play Movies oder YouTube, wird dieses dann eben via Nexus Q am TV abgespielt. Wie gesagt: Der soziale Einschlag durch die gemeinsame Festlegung und das gemeinsame Erleben des Medienprogrammes wird hier groß geschrieben.

Preislich gesehen setzt Google hier bei 299 US-Dollar an, was ein doch schon etwas stolzerer Preis ist Hier bezahlt man sicherlich auch einen netten Anteil am coolen und “andersartigen” Design mit, das zum Einen durch die Kugelform und zum Anderen durch die 32 LEDs besticht, die in verschiedenen Farben pulsieren können und sehr stylisch aussehen.

Google+: Tablet-Apps und Events

Google+ für Tablets

Ich persönlich wusste gar nicht, dass Google+ heute den ersten Geburtstag feiert. Tatsächlich ist dem aber so und passend dazu hat Google zwei Dinge vorgestellt, auf die ziemlich viele Nutzer gewartet haben. Zum Einen wären hier endlich spezielle Apps für Android-Tablets und das iPad. Inhalte werden hier seitlich scrollend nach uns nach dargestellt und die App macht einen richtig guten Eindruck. Für Android-Tablets ist das Update der Google+-App mit der angepassten Tablet-UI bereits verfügbar. iPad-Nutzer müssen sich noch gedulden. Die App soll laut aussagen von Google “bald”, kommen.

Die nächste Neuerung bei Google+ betrifft die Funktionalität des Netzwerks. Google hat nämlich endlich die Google+-Events vorgestellt! Mit Events will man einen Schritt weiter gehen, als z.B. Facebook. Google+-Events bieten dafür eine Integration in den Google Calendar. Dort sind sie aber nicht als nur stinknormale Termine vermerkt, sondern stellt diese um einiges schöner dar. Klickt man also auf die Events drauf, sieht man das Titelbild, Daten zum Event und den Ersteller. Das sieht hübsch aus und passt zur restlichen Integration von Google+ in den Google Calendar. Andere kann man natürlich auch einladen – sowohl User von Google+, als auch welche, die nicht dort angemeldet sind.

Ein weiterer Fokus liegt bei den neuen Events auf Fotos. Google möchte Google+-Events authentischer gestalten, man soll das tatsächliche Event über das Google+-Event quasi miterleben können. Das heißt im Endeffekt, dass man – sobald das Event startet – über den Google Calendar, oder die Google+-App, in den Partymodus wechseln kann. Alle geschossenen Fotos werden dann direkt in das Google+-Event hochgeladen und lassen sich dort einsehen. Google+-Events wirken alles in allem ausgereifter, frischer, umfassender und moderner als Facebook-Events, wobei der Partymodus unter Umständen auch kritisch werden kann, wenn Fotos von einem gemacht und hochgeladen werden, die nicht allzu positiv aussehen. Das sollte man hier natürlich auch bedenken.

Google Glasses: Ein bisschen wie Tag und Nacht

Sergey Brin mit seinem Google Glasses Headset

Mitten in der Präsentation platzt dann plötzlich (natürlich vollkommen geplant) Sergey Brin höchstpersönlich in die Keynote und übernimmt das Zepter. Er hat seine Google Glasses auf und macht damit klar, worum es nun gehen wird. Gezeigt wird anschließend eine Demo, in der zunächst in einem Hangout live mit einem Fallschirmspringer-Team via Google Glasses kommuniziert wird. Das Team springt dann runter, landet auf dem Gebäude, in dem die Keynote stattfand, und übergab das Quasi-Zepter nach und nach an weitere Sportler, bis Mountain-Bike-Fahrer dann irgendwann mitten auf der Bühne angekommen waren und neben Brin standen. Der ganze Weg wurde dabei mit den Google Glasses auf Video festgehalten. Das hört sich nun extrem befremdlich an, daher solltet ihr euch diese Demo in Videoform ansehen, wenn ihr sie nicht bereits kennt:

Anschließend haben zwei Google-Mitarbeiter die Brille und ihre Möglichkeiten noch weiter vorgestellt. Das war aber eher belangloses Zeug, da man wieder und wieder erzählt hat, dass man “wertvolle Momente” mit den Google Glasses aufnehmen könne – entweder per Video, oder aber Foto.

Warum lautet die Überschrift hier nun “Ein bisschen wie Tag und Nacht”? Nunja, das will ich unter anderem in den folgenden Absätzen erklären.

Kollektives Händeklatschen: Das war Gold bei der Keynote

Hallo, liebe Leser, die ihr auf mein Anraten hin rund 1.700 Wörter übersprungen habt. Hier könnt ihr wieder ansetzen. ;) Nun, denken wir einmal in Ruhe an den gestrigen Abend und überlegen, was wirklich gut war.

Mountain Bike Fahrer auf der Bühne

Das Größte war, und da dürften wir uns alle einig sein, die Demo zu Project Glass! Das war schlichtweg das Beste, was ich in meinem bisherigen Leben an Tech-Demos gesehen habe! Es war einfah so derartig anders und derartig cool. Jan, mit dem ich gestern unter anderem nach der Keynote noch im Google+-Hangout war, nannte diese Demo die “digitale Mondlandung” und ich muss sagen, dass ich ihn dahingehend verstehen kann. Es hat einfach jeden , den ich kenne, unglaublich beeindruckt.

Mein zweites persönliches Highlight war Jelly Bean. Android 4.1 wurde für meinen Geschmack etwas zu stiefmütterlich behandelt – ich hatte nicht den Eindruck, als dass Google hiermit den Wow-Effekt erzeugen wollte (!) – obwohl sie es geschafft haben, zumindest bei mir. Die neuen Features sind schlichtweg großartig! Von den erweiterten Notifications, über die verbesserte Tastatur, bis hin zur neuen Suche mitsamt Google Now – alle Neuerungen machen einen extrem guten Eindruck. Und, dass Android nun endlich komplett flüssig laufen soll, ist einer der wichtigsten Punkte für das OS. Google musste hier einfach tätig werden und das haben sie geschafft.

Android 4.1 Jelly Bean

Hoffnungen setze ich ebenfalls in das neue PDK. Wenn die Hersteller diese Möglichkeit ordentlich annehmen und Updates endlich zeitnaher bringen, als zuvor, ist das klasse. Google hat sich mit der Open Source Herangehensweise mit Android ein Stück weit selbst in eine Falle befördert, aus der man jetzt nur noch ganz schwer herauskommen wird und das sind eben diese Update-Schwierigkeiten. Es kann nicht sein, dass Ice Cream Sandwich eine nur so geringe Verbreitung von ca. sieben Prozent hat, wenn Google bereits die darauffolgende OS-Version ankündigt und das muss sich eindeutig ändern und bessern. Ansonsten wird Google in eine Zeit mit Schwierigkeiten rennen.

Positiv fand ich auch, dass Google endlich Tablet-Apps für Google+ vorgestellt hat. Das war längt überfällig und Google hat hier bislang schlicht stümperhaft agiert. Die Apps kommen zwar reichlich spät, aber: besser spät, als nie. Bald kann ich also endlich Google+ auf meinem iPad genießen und dann werde ich auch bestimmt wieder aktiver dort.

Zeit fürs Nickerchen: Das war Blech

Daneben gab es aber auch sehr viele Dinge, die mich enttäuscht haben. Ganz allgemein wäre das erstmal, dass eine Menge der vorgestellten Dinge, zumindest vorerst, nicht in Deutschland zu haben sein werden. Das Nexus 7, das Nexus Q, Google Play Magazines – alles nicht in Deutschland.

Google Nexus 7 mit Fokus auf Google Play

Enttäuscht hat mich gewissermaßen auch das Nexus 7 Tablet. Natürlich sind die Spezifikationen für den Preis von 199 US-Dollar ziemlich gut und die Performance machte einen tollen Eindruck – ich finde es aber mehr als befremdlich, dass Google hier auf eine Art Hybriden zwischen Smartphone- und Tablet-UI setzt. Böse Zungen würden jetzt behaupten, dass Google nun auch noch damit anfängt, die Oberflächen zu fragmentieren und gewissermaßen kann ich es verstehen. Nehmen wir den (mehr als ausgelutschten) Vergleich zu iOS: Apples mobiles OS sieht sowohl auf dem iPhone, als auch am iPad, größtenteils gleich aus. Das vereinfacht für viele die Bedienung, da sie sich nicht großartig umgewöhnen müssen. Bei Android gab es bisher zwei verschiedene UIs und das war auch relativ ok. Mit einer dritten Oberfläche (die wohl eine speziell auf sieben Zoll große Geräte optimierte darstellen soll) wird es langsam irritierend. Es hat was von den Hersteller-UIs, finde ich.

Ebenfalls enttäuschend fand ich ehrlich gesagt auch Google Glasses. Daran ist weniger das Produkt selbst schuld, als viel mehr die selten langweilige Präsentation, die im Anschluss folgte. Eine geschlagene halbe Stunde geht man darauf ein, dass man mit dem Gerät Bilder und Videos machen kann? Also bitte! Das habe selbst ich nach dem zweiten der unzähligen Durchläufe verstanden. Damit hat es Google geschafft, den großartigen Eindruck, den die Demo geweckt hat, unnötigerweise zu verschlechtern, da unweigerlich die Frage aufkommt, ob das Gerät denn überhaupt mehr kann, oder sogar, ob es mehr können wird.

Zur Verfügbarkeit: Moment – Verfügbarkeit?

Die Verfügbarkeit der Angebote von Google dürfte eines der ganz großen Probleme für das Unternehmen werden. Wie angesprochen werden viele der vorgestellten Dinge hierzulande zumindest vorerst nicht zu haben sein. Ich bin mir dessen überdrüssig, habe keine Lust mehr. ständig auf “bald” vertröstet zu werden – auch, wenn die Produkte an sich klasse sind und teilweise neue Maßstäbe setzen. Wenn ich davon nichts habe, weil ich das Produkt hierzulande nicht beziehen kann, hilft mir das wenig. Außerdem hatte ich eigentlich darauf gehofft, dass Google die Angebote des Play Store in weiteren Ländern zugänglich machen wird. Das allerdings ist bisher nicht der Fall gewesen und das finde ich langsam nicht mehr akzeptabel. Apple macht es seit einer gefühlt ewig währenden Zeit vor, dass man Content auch in vielen Ländern anbieten kann (unabhängig davon, was man nun von der Zentrale iTunes hält) und auch Amazon wird bald richtig durchstarten, wenn der Amazon App Store unter anderem auch in Deutschland starten wird. Dann steckt Google in großen Schwierigkeiten, denn welchen Grund will man nennen, um die Nutzer weiterhin geduldig bleiben zu lassen? Ich kann mir keine vorstellen und ich will sie ehrlich gesagt auch gar nicht hören.

Google Glasses Explorer Edition

Auch Google Glasses ist eine Sache, die für mich eine mit zwei Seiten einer Medaille ist. Die eine Seite ist das unglaubliche Potential, was ein solches Gerät von Google bietet und welches man auch ansatzweise bereits sehen konnte. Die andere Seite ist die Verfügbarkeit. Eine “Glass Explorer Edition” genannte Entwicklerversion der Brille soll ab 2013 für 1.500 US-Dollar ausgeliefert werden. Die finale Version würde dann im selben Jahr für einen ungleich niedrigeren Preis folgen. Ich will ja nun nicht sagen, dass irgendein anderes Unternehmen bis dahin ein funktionierendes Gerät dieser Art auf dem Markt hat, aber das ist doch wirklich sehr weit weg. Damit erzeugt man in dieser schnelllebigen Gesellschaft keinen Hype, den so ein Gerät braucht. Einen Hype erzeugt man, indem man etwas großartig vorstellt (z.B. eben mit einer so tollen Demo, wie für Google Glasses) und es dann beinahe sofort ausliefert. Apple macht das seit Jahren vor und es klappt. Auch Microsoft wird mit dem Surface noch gewisse Probleme bekommen, die sich auf diese Ursache zurückführen lassen und auch für Google Glasses sehe ich eine gewisse grundsätzliche Gefährdung. Ich hoffe nicht, dass es so sein wird, aber es könnte so sein und alleine, dass man hier den Konjunktiv anbringen kann, ist gefährlich genug.

Eure Meinung ist gefragt!

Nun sind es rund 2.800 Wörter, die ich im Monolog vor mir hergetippt habe. Jetzt seid ihr dran, denn ich will hören, was euch beeindruckt hat und was ihr enttäuschend fandet. Gefällt euch Android 4.1? Könntet ihr euch das Nexus Q in euren heimischen vier Wänden vorstellen? Lasst uns ein wenig über all das philosophieren! :)

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  • JO_One

    Andorid 4.1 ist ein richtig großer Schritt nach vorne geworden, es ist zur Zeit finde ich um längen Besser als iOS -jeweils in Stock Version-, nur so mein Eindruck nach nun gut zwei Monaten “iTry” ^^
    Was die Schattenseiten angeht so muss ich dir auch zu stimmen, da wir vieles in DE noch nicht nutzen können war bisher nicht spannendes dabei nur ein Fingerzeig wo die Reise hingehen wird.
    Das mit dem 7″ Teil kann ich nicht verstehen, ich gehöre eher zu den sagen, als PDA vieeeel zu groß als Tablet vieeel zu klein und als E-Reader völlig über motorisiert. Weiß echt nich was man damit anfangen kann. Gut als Einstieg vllt interessant, wegen des Preises.
    Aber mit Jelly Bean haben sie bei mir echt den “Wow” – Effekt ausgelöst^^ Spiele damit jetzt fast den ganzen Tag auf meinem Galaxy rum^^ Bin gespannt was noch kommt^^

  • JO_One

    Zum Artikel der ist richtig gut geworden und beleuchtet alle Seiten der I/O sehr gut verständlich echt schöner Artikel;) Hat echt schön lesen lassen;)

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