Ink für iOS: Zeichnen in absolutem Minimalismus

Zeichnen kann auf dem iPad in vielen verschiedenen Apps – mein bisheriger Favorit war immer Paper – eine App, die es schafft, Minimalismus sehr gut mit Funktionalität zu verbinden. Mit “Ink” gibt es nun allerdings eine neue App, die den Minimalismus auf die Spitze treibt und so beinahe keine Funktionen, dafür aber ein absolut puristisches Erlebnis bietet.

Innerhalb der App kann man wirklich beinahe nur zeichnen. Die Oberfläche besteht nur aus einer weißen Seite und einem kleinen Menü-Icon in der rechten unteren Ecke. Features, wie verschiedene Farben, oder Stiftarten sucht man vergebens. Stattdessen zeichnet man einfach mit dem digitalen Bleistift drauf los. Fertige Zeichnungen können per Swipe-Geste von unten nach oben “abgerissen” und so in der Foto-Galerie gespeichert werden. Über den Menü-Button hat man dann noch die Möglichkeit, Zeichnungen zu teilen und die komplette Seite zu leeren, denn das Zurücksetzen und Wiederherstellen einzelner Arbeitsschritte fehlt ebenso.

Dieser Mangel an Funktionen und das Feeling innerhalb der App schaffen etwas bemerkenswertes: Es fühlt sich wirklich an, als würde man auf einem Blatt Papier zeichnen – nur eben mit dem Unterschied, dass es sich hier um ein digitales Blatt Papier handelt. Sobald man verstanden hat, dass es in der App um nichts anderes geht, weiß man das zu schätzen. Schnelles, puristisches Zeichnen ist mit keiner anderen App so gut möglich, weswegen die Ink für mich etwas besonderes ist.

Die meisten, die eine gewisse Funktionalität erwarten, sind mit Apps, wie Paper und Bamboo Paper definitiv besser beraten. Wer es aber zu schätzen wissen kann, wie schön absoluter Purismus sein kann, wird in Ink eine tolle App finden, die genau das besser, als jede andere Applikation macht.

Ink for iOS
Entwickler: Colin McFarland
Preis: Kostenlos+

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