Jelly für Android und iOS: Neues Q&A-Netzwerk geht an den Start

Mit Jelly ging aktuell ein neues soziales Q&A-Netzwerk an den Start, welches sich komplett auf die mobile Nutzung fokussiert und damit Quora und Co. Konkurrenz machen will.

Im Gegensatz zu den vielen anderen Q&A-Netzwerken richtet sich Jelly komplett aufs Visuelle aus – zu jeder Frage, die man im Netzwerk stellen möchte, muss man nämlich ein Bild anhängen. Das kann entweder frisch mit der integrierten Kamera erstellt, aus der Galerie geladen oder über die Google-Bildersuche gefunden werden.

Nach der Auswahl des Bildes stellt man die Frage, dazu ist auch das Markieren von Bereichen im Bild möglich, um den anderen Nutzern genauer mitzuteilen, worum es im Bild geht. Wird die Frage treffend beantwortet, kann man sich dafür per Tap auf den entsprechenden Button bedanken und die Antwort teilen. Neue Antworten werden per Push-Benachrichtigungen mitgeteilt, sodass man nichts verpasst.


Natürlich kann man aber nicht nur Fragen stellen, sondern auch gestellte Fragen beantworten. Per Wischgeste nach unten kann man die aktuelle Frage entfernen und sich die nächste anschauen. Bereits abgegebene Antworten zur jeweiligen Frage werden über seitliche Wischgesten durchgescrollt und können bewertet und natürlich auch wieder geteilt werden.

Optisch sieht Jelly eindrucksvoll aus, die Farbgebung ist beispielsweise sehr gut gelungen. Nichtsdestotrotz wirkt die Android-App nicht perfekt auf das System angepasst, man hat das Gefühl, eine iOS-App in einem Android-Wrapper vor sich zu haben – beispielsweise hätte man die Aktivitätsleiste über den Navigation-Drawer lösen können und den Button für die Einstellungen hätte man sich sparen und stattdessen beispielsweise einen Menü-Button, mit den beiden Option darunter verfrachtet, anlegen können.

Nichtsdestotrotz gelingt es Jelly, sich ein Stück weit von anderen Q&A-Netzwerken zu differenzieren, was komplett auf die mobile Nutzung zurückgeführt werden kann. Dadurch, dass man die Fragen am Smartphone schreibt, fallen die Fragen tendenziell kürzer und direkter aus, sie wirken beinahe wie Tweets (was nicht unbedingt überraschend ist, denn mit Biz Stone steht einer der beiden Twitter-Gründer hinter Jelly), die Antworten dann wie Twitter-Replies. Im Gegensatz dazu fallen Antworten bei Quora beispielsweise meist länger aus.


Mir persönlich ist der Ansatz, den Jelly geht, sympathisch – übrigens zum ersten Mal bei einem Q&A-Netzwerk, da ich diesen sonst nie etwas abgewinnen konnte. Ob ich persönlich Jelly jemals wirklich aktiv nutzen werde? Eher nicht, denn dafür reizen mich diese Netzwerke generell zu wenig. Wer sich aber an genau diesen gerne beteiligt, bekommt hier etwas, das durchaus Potential hat.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. :-( #wpappbox

Links: → Store öffnen → Google-Suche
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Quelle Jelly via The Verge

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