Logitech MX Master Testbericht: Erst die Qual, dann das Vergnügen

Ende März kündigte offiziell die MX Master an – den Nachfolger der populären Performance MX. Die vielen Features, die man alle zusammen in einem Produkt bei keiner anderen Maus findet, haben mich sofort überzeugt: Ich musste diese Maus haben! Am 29. April schlug ich dann beim lokalen Saturn zu und da fingen die Torturen an.

Warum überhaupt die MX Master?

Zunächst aber die zugrunde liegende Fragestellung: Warum fiel meine Wahl überhaupt auf die MX Master? Die Gründe dafür sind vielfältig, es stechen allerdings zwei aus der Masse heraus: Zum einen nutzte ich zu dieser Zeit am MacBook Pro Retina noch die Magic Mouse von Apple, die wohl schlechteste Maus, die ich jemals besessen habe. Sicher: Die Gestensteuerung ist großartig und passt perfekt zu OS X (was auch nicht allzu verwunderlich ist), allerdings ist die Magic Mouse zugunsten der Touch-Oberfläche alles andere als ergonomisch geformt.

Ich musste die Maus also verhältnismäßig stark greifen, um die beispielsweise einfach nur anzuheben. Dazu kamen die miesen Gleitfüße, wegen derer es sogar Unternehmen gibt, die entsprechendes Zubehör verkauften, welches zwar wirksam arbeitet, aber nicht mit dem Prädikat „langlebig“ auszuzeichnen ist, wie ich feststellen musste. Die krude Haltung, die die Magic Mouse erzwingt, führte bei mir zu ernstzunehmenden Handgelenkschmerzen, wegen derer ich meine rechte Hand nur noch schmerzvoll zur Seite bewegen konnte. Spätestens da war klar: Es muss etwas anderes her und da kam die MX Master praktisch wie gerufen.

Zudem nutze ich nicht nur ein Laptop, sondern gleich vier: Neben dem MacBook Pro mit Retina-Display nutze ich im IT-Job noch ein Lenovo ThinkPad X240, dazu gesellt sich noch das Acer Aspire Switch 10 und seitdem ich auf meinem ASUS A55VJ Elementary OS installierte, läuft auch dieses inzwischen des Öfteren zu Testzwecken. Dementsprechend nahmen immer mindestens zwei Mäuse unnötigen Platz auf meinem Schreibtisch ein und auf der Arbeit kam dann noch eine weitere hinzu.

Summa summarum nutze ich also jeden Tag mindestens drei verschiedene Mäuse und ja, das ist für mich ein Beispiel für absoluten Overkill. Ich bin minimalistisch, nutze gerne einen Gegenstand für mehrere Zwecke und möchte für möglichst alle Zwecke eine einzige Maus haben. Die MX Master ermöglicht hierfür das Verbinden von maximal drei Geräten via Bluetooth oder über den Unifying-Dongle und wäre insofern praktisch perfekt für meine Zwecke. Zudem bin ich zu oft über einen längeren Zeitraum unterwegs, sodass kabelgebundene Mäuse für mich sowieso aus dem Raster fallen und jeden Tag das Kabel der Maus neu verlegen ist nicht nur auf Dauer allzu unpraktikabel. Also: Eine kabellose Maus für bis zu drei Geräte – hört sich doch klasse an.

Und es begann

Ich legte mir dementsprechend also die MX Master zu. Am MacBook sollte sie via Bluetooth ihre Arbeit verrichten, mein ThinkPad X240 wird über den Unifying-Dongle angesprochen und über einen weiteren Dongle, den ich mir noch bestellen würde, könnte ich das dritte Gerät ansprechen, denn: Bluetooth 4.0, welches von der MX Master eingesetzt wird, unterstützt nur die wenigsten Geräte, die nicht brandneu sind – nicht einmal das X240, welches im letzten Jahr auf den Markt kam, kann mit dieser Version des bekannten Standards etwas anfangen. Das ist für mich insofern nicht schlimm, als dass ich einen Dongle gerne als Preis zahle, um die Flexibilität der drei konnektierbaren Geräte zu bekommen.

Jedoch bereits beim Versuch, die MX Master via Bluetooth mit meinem MacBook Pro Retina (Mid-2014 wohlgemerkt) scheiterte mein Plan bereits: Das System konnte zwar eine Verbindung zur Maus herstellen, jedoch wurde diese binnen Sekundenbruchteilen wieder aufgelöst, sodass partout keine stabile Verbindung zustande kam. Auch das Dell XPS 13, welches ich zu diesem Zeitpunkt noch als Testgerät hatte, sowie alle Android-Devices, konnten via Bluetooth keinen Erfolg vermelden. Dass dies bei weitem kein Einzelfall ist, zeigt ein Blick ins Logitech-Forum, denn dort häuften sich zu diesem Zeitpunkt bereits die Berichte über eben jenen Fehler. Auch in anderen Foren wird über diese Probleme diskutiert – beispielsweise bei Ask Ubuntu.

Wenn Du glaubst, Du seist im falschen Film

Mir war also klar, dass die MX Master defekt ist und am Ende des Tages wohl ausgetauscht werden müsste. Beim Verbindungsversuch mit meinen Android-Geräten wurde jedoch die Fehlermeldung ausgegeben, dass der Pairing-Code nicht korrekt sei. Ich kontaktierte den Logitech-Support also, um zu erfahren, ob es irgendeine Möglichkeit gebe, den Pairing-Code zu editieren, oder eine Art Restore auf den Werksmodus durchzuführen. Zunächst wählte ich den (netten und freundlich gesinnten) Telefon-Support. „Dieses Problem ist bisher nicht bekannt“ sagte man mir dabei, während ich einen der erwähnten Forenthreads vor meinen Augen hatte – so viel dazu.

Man erstellte also ein Ticket, auf das man sich zügig zurückmelden wolle. „Zügig“ hieß dabei „vier Wochen“. Nun gut, ich konnte die MX Master über den Dongle problemlos am MacBook nutzen, insofern war ich halbwegs entspannt; schön ist eine solch lange Wartezeit aber trotzdem nicht. Nach zweiwöchigem E-Mail-Austausch dann die finale Aussage: „Die Maus sollte beim Händler ausgetauscht werden“. „Danke, dass ihr mir das erzählt, was ich mir vor Wochen bereits dachte“, schoss mir beim Lesen der Antwort durch den Kopf.

Die MX Master tauschen zu lassen hörte sich allerdings leichter an, als es in der Praxis war, denn die Maus war bei allen Saturn-Märkten, die halbwegs in meiner Nähe liegen, ständig komplett ausverkauft. Zwei weitere Wochen später gelang es mir aber endlich, das Gerät problemlos auszutauschen. Ich fuhr also gut gelaunt nach Hause, packte die neue MX Master aus und schalte den Power-Switch an und es passierte: Nichts. Daraufhin schloss ich das Micro-USB-Kabel an, um den Akku zu laden und es passierte: Nichts. Im Endeffekt war beim Austauschgerät also der Akku praktisch tot und ich fühlte mich wie in einem ganz schlechten Slapstick-Film.

Habt ihr sowas, wie eine Qualitätskontrolle?

Und hier wurde ich wirklich sauer. Logitech, ihr stellt seit Jahren großartige Peripherie und die MX Master ist meine insgesamt vierte Maus von euch. Die Features sind klasse, die Ergonomie ausgezeichnet, das Design richtungsweisend im Bereich der Computer-Mäuse. Aber: Unterhaltet ihr überhaupt etwas, das man „Qualitätskontrolle“ nennen kann? Die Probleme, die Nutzer mit der MX Master haben, sind beileibe keine Einzelfälle und sowas muss doch an und für sich auffallen. So blöd es ist, aber ein defektes Gerät zu kaufen, kann einem immer passieren.

Jedoch: Zwei MX Master zu bekommen und beide sind defekt? Das spricht meiner Meinung nach Bände über die Konsistenz in der Qualität eurer neuen Vorzeige-Maus. Eine Konsistenz, die bei weitem keine ist. So etwas darf keinem Hersteller passieren und besonders in diesem Fall bei einer Maus, für die Logitech 100 Euro verlangt, ist das einfach nur wirklich, wirklich mies. Über die vergangenen Jahre habe ich Logitech sehr geschätzt und ich hatte weder bei der MX510, bei der G9 noch bei der G500 irgendwelche Serienfehler. Wo ist diese Qualität hin?


Nachdem ich die ersten 1.000 Wörter dieses Beitrages also damit verbrachte, euch meine kleine Leidensgeschichte zu erzählen, ist es nun an der Zeit, die MX Master an sich zu thematisieren, denn das dritte Modell, das ich bekam, funktioniert endlich einwandfrei. Nach über einem Monat kann ich endlich voller Überzeugung sagen: Die Logitech MX Master ist die beste Maus, die ich bisher besaß!

Das Design ist wegweisend

Bereits das Design beeindruckt mich, denn es gibt schlichtweg keine Maus, die so elegant aussieht. Computer-Mäuse sind im Großen und Ganzen entweder langweilige Arbeitstiere oder leuchtende, progressive und wenig elegante Gaming-Peripherie. Die MX Master ist aber eines: Elegant. Die Farbgebung, das Muster der Daumenablage, die verchromten Akzente beider Mausräder und die Form sind heben die Messlatte meiner Meinung nach ein ganzes Stück nach oben und sind wegweisend im Design-Bereich. Selbst Utilities, wie Mäuse, können hübsch aussehen!

Polarisierend ist definitiv die Platzierung der Forward- und Back-Tasten über der Daumenablage. Dadurch, dass dort nun ein weiteres Mausrad platziert wurde, hat sich Logitech dafür entschieden, beide Buttons rechts neben dem Rad übereinander zu platzieren. Diese Platzierung wird von vielen Nutzern kritisiert; ich jedoch komme ausgezeichnet damit klar. Für meine durchschnittlich großen Hände, liegen die Tasten perfekt platziert und die spitz zulaufende Form verhindert auch, dass ich versehentlich den falschen oder gar beide Tasten gleichzeitig drücke. Kudos dafür, Logitech!

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Tolle Ergonomie und Haptik

Doch nicht nur optisch weiß die MX Master zu überzeugen. Zwar verzichtet Logitech hier auf anpassbare Gewichte, welche man sowieso nur bei Gaming-Mäusen sieht, allerdings ist das für mich nicht schlimm, denn das Gewicht von 145 Gramm empfinde ich als optimal. Auch die Haptik steht dem Gesamteindruck in nichts nach. Sowohl die matte Oberfläche, als auch die gummierte Daumenablage fühlen sich sehr angenehm an.

Im Vergleich zur Magic Mouse von Apple ist die MX Master ein ergonomischer Traum. Seitdem ich sie nutze, sind meine erwähnten Probleme im Handgelenk stark zurückgegangen und ich kann die Maus halten, bewegen und anheben, ohne dabei beinahe schon Krämpfe zu bekommen. Zwar könnte die Maus für meinen persönlichen Geschmack durchaus noch ein kleines Stück kürzer sein, allerdings hält sich dieser Kritikpunkt für mich im Rahmen.

Natürlich darf man aber nicht vergessen, dass die MX Master durchaus eine sehr bullige und große Maus ist. Für zierliche Hände dürfte sie daher zu groß sein. Hier könnten die MX Anywhere 2, die Logitech zuletzt angekündigt hat, oder die Microsoft Sculpt Comfort Mouse passende Alternativen sein. Die MX Master ist hier jedenfalls nicht die beste Anlaufstelle.

Mausräder vom Feinsten

Die beiden primären Maustasten sind für meinen Geschmack nicht zu laut, das Geräusch, dass die Rasterung des primären Mausrads produziert, lässt Nerd-Herzen höher schlagen und überhaupt: Das Mausrad ist klasse! Neben dem bekannten Switch, um die Rasterung manuell ein- und auszuschalten, ist es auch möglich, das Mausrad mit mehr Schwung drehen zu lassen, sodass sich die Rasterung selbstständig löst, was ich sehr cool finde.

Das Daumenrad ist prinzipiell auch eine sehr schöne Sache – besonders im Videoschnitt-Bereich dürfte sich die Maus zunehmend durchsetzen, da vertikales Scrolling mit einem dedizierten Rad sehr viel eingängiger und schneller ist, als das seitliche Wippen des primären Mausrads, welches wir seit Jahren kennen. Nichtsdestoweniger irritiert mich der unterschiedliche Widerstand, den die Räder vorweisen, wenn man sie dreht: Das primäre Mausrad dreht sich sehr leicht, während der Widerstand beim seitlichen Mausrad spürbar höher ist und die komplett fehlende Rasterung verstärkt diesen Effekt für mich noch etwas weiter. Das ist sicher verschmerzbar, fiel mir persönlich aber jedes Mal aufs Neue auf.

Der eigentliche Star

Das eigentliche Killer-Feature ist aber die eingangs erwähnte Möglichkeit, die Maus gleichzeitig mit drei Geräten verbinden zu können. Hierfür stehen drei Kanäle zur Verfügung, zwischen denen man über einen Button auf der Unterseite wechseln kann. Der aktive Kanal wird über eine LED signalisiert, die aktiviert wird, sobald man die Maus umdreht. Die Platzierung des Switches hätte sicherlich etwas optimaler sein können (beispielsweise hinter dem primären Mausrad auf der Oberseite des Gerätes), allerdings komme ich auch so wunderbar damit zurecht.

Im Grunde spart man sich so das teils langwierige Neueinrichten der Verbindung, wenn man eine Maus mit mehreren Computern nutzt – besonders unter Windows 7 ist mir dieser Einrichtungsprozess sehr negativ aufgefallen. Ich betätige in der Praxis also den Button, um den Kanal zu wechseln und die Maus ist sofort am entsprechenden Gerät einsatzbereit – Maus und Endgerät müssen sich nicht erst über einige Sekunden hinweg wieder „von neuem finden“ und die komplette Neueinrichtung fällt, wie gesagt, auch weg. Insofern ist die MX Master die derzeit beste Maus auf dem Markt für Nutzer, die im Alltag mit mehreren Geräten arbeiten.

Die Maus arbeitet dabei sowohl via Bluetooth, als auch über den Unifying-Dongle sehr präzise und vorhersehbar. Ich habe keinerlei Aussetzer oder unvorhergesehene Cursor-Sprünge erleben müssen – etwas, das ich von einer Maus mit einem solchen Premium-Preis aber auch deutlich erwarte, denn alles andere wäre eine schiere Enttäuschung. Logitechs Darkfield-Laser-Sensor soll übrigens auch auf Glas-Oberflächen einwandfrei funktionieren, was ich in Ermangelung entsprechender Oberflächen aber nicht testen konnte.

Sinnvoll ist es in diesem Bezug sicherlich, auch die Akkulaufzeit anzusprechen. Logitech gibt für die MX Master eine Akkulaufzeit von 40 Tagen an. Ich persönlich erreiche diese Angabe zwar nicht, allerdings bin ich wohl auch nicht der typische, durchschnittliche Nutzer, den Logitech bei dieser Angabe im Hinterkopf hat. Ich für meinen Teil nutze die Maus sowohl auf der Arbeit, als auch zu Hause im eigenen Office und komme auf insgesamt rund 15 Stunden Nutzungszeit pro Tag. Eine Akkuladung reicht dann bei mir rund einen Monat, was ich durchaus beachtlich finde.

Sehr nett ist zudem die Lademöglichkeit, denn dies geschieht über ein Micro-USB-Kabel, welches entweder am PC/Laptop oder an einem beliebigen Netzteil angeschlossen wird. Inzwischen dürfte so ziemlich jeder mehrere Micro-USB-Kabel in Griffnähe haben (Logitech legt natürlich ein eigenes in den Lieferumfang der Maus) und die Nutzung eines Standards ist für ein solches Gerät im Vergleich zu jeder proprietären Lösung natürlich zu bevorzugen.

Gestensteuerung unter OS X und Windows

Die Daumenablage ist nicht nur eine einfache Ablage, sondern beherbergt auch einen weiteren Button. Hält man diesen Button gedrückt und bewegt die Maus, können zudem vier weitere Aktionen genutzt werden. Unter OS X kann man so Mission Control und Exposé nutzen sowie zwischen den aktiven Desktops wechseln und unter Windows hat man so Möglichkeiten zur Fensterverwaltung – Stichwort „Aero Snap“.

Während sich diese Aktionen natürlich in der Logitech-Options-Software anpassen lassen, fühlen sich die Mausgesten an, als wären sie wirklich speziell für OS X optimiert und gedacht. Ich für meinen Teil habe unter Windows zumindest stets das Gefühl gehabt, dass man da doch sehr viel mehr aus diesen Möglichkeiten machen kann, wenn es um die Standard-Belegung der Gesten geht. Sicher: Fenster-Management ist eine nette Sache, bietet Windows erst ab Windows 10 virtuelle Desktops out-of-the-box an und so war man bei Logitech sichtlich drum bemüht, einen möglichst guten Ersatz zu finden, um dieser Funktion auch dort einen Sinn zu geben.

Dass Logitech aber überhaupt das Ausführen von Mausgesten ermöglicht, ist einer der ganz großen Verkaufsargumente. Ich persönlich habe die Magic Mouse alleine wegen der Mehrfinger-Gesten genutzt und das Wissen, nicht auf diese Möglichkeit verzichten zu müssen, war und ist für mich heute Gold wert.

Simple Customizing-Software

Apropos Logitech Options: Zur reinen Benutzung via Bluetooth ist die Logitech-eigene Software nicht nötig; wer sein Gerät aber via Unifying-Adapter nutzen möchte, muss die Options-App installiert haben. Das ist aber freilich erstmal nichts schlechtes, denn die Anwendung bietet ausgiebige Möglichkeiten, mit denen jede Maustaste und Geste frei belegt werden kann. Neben der Zuweisung von System-Befehlen lassen sich so auch Tastaturkürzel abbilden.

Hierbei ist Logitech vor allem auch das UI-Design gelungen, denn die Options-Anwendung ist einfach zu bedienen, ansprechend gestaltet und bietet eben doch den nötigen Funktionsumfang, der eine Installation definitiv rechtfertigt. Es können aber nicht nur die Tastenbelegung festgelegt werden, sondern auch weitere Features: Neben der Zeiger- und Bildlaufgeschwindigkeit können die Geschwindigkeit des Daumenrads sowie dessen Scrollrichtung ausgewählt werden und auch das SmartShift-Feature kann insofern konfiguriert werden, als dass die Empfindlichkeit, mit der das primäre Mausrad vom gerasterten Modus in den Freilaufenden umschaltet.

Fazit: Eigentlich eine großartige Maus, aber…

Ihr habt es aus der zweiten Hälfte des Beitrags bestimmt herausgelesen: Ich bin sehr von der Logitech MX Master überzeugt. Die drei umschaltbaren Verbindungskanäle sowie die Mausgesten und letztlich auch die Ergonomie sind riesige Pluspunkte. Die Maus arbeitet zudem sehr präzise, sodass ich mich immer auf die verlassen konnte – egal, ob diese per Bluetooth oder über den Unifying-Dongle mit dem jeweiligen Endgerät verbunden war. Die Maus ist sicherlich nicht für Jedermann und das sieht man alleine schon am Preis. Wer aber genau solche Funktionen sucht, findet hier ein absolutes Top-Gerät, welches den Preis in diesem Moment auch wieder wert ist.

Nichtsdestoweniger muss ich unbedingt nochmals darauf hinweisen, dass Logitech aktuell offenbar noch stark mit der Qualität des Produktes zu kämpfen hat. Dass es bei mir drei Geräte brauchte, bis ich endlich eine voll funktionstüchtige MX Maste einsetzen konnte, spricht meiner Meinung nach Bände und auch die Foren zeigen eine auffällig hohe Anzahl an Nutzern, die über verschiedene Probleme mit der Konnektivität und Benutzung klagen.

Am Ende des Tages muss ich mein endgültiges Fazit also folgendermaßen formulieren: Sofern ihr die Maus zum derzeitigen Preis von rund 100 Euro haben möchtet, ist sie das sicherlich wert, denn im Grunde genommen ist die MX Master die derzeit beste Office-Maus. Trotzdem rate ich dazu, noch den ein oder anderen Monat zu warten, bis Logitech die aktuellen Problemfälle hoffentlich ausgemacht und behoben hat, sodass künftige Neugeräte durch die Bank weg fehlerfrei sind. Es kann eben einfach nicht sein, dass eine Maus so viele verschiedene Fehlerbilder aufweisen kann und so viele Neugeräte offensichtlich mit harten Problemen zu kämpfen haben.

  • JJ777

    Gerade gekauft. Mit dem MBP Retina gekoppelt. Top Maus. Find’s klasse, dass man das ganze mit allen Gesten vom Mac OS nutzen kann!

  • Glock Donger

    Logitech baut mittlerweile schon seit einigen Jahren qualitativ mittel- bis minderwertige Produkte zu Preisen, die 3mal so hoch sind, wie von anderen Herstellern. Hab früher auch gern Logitech gekauft, aber deren gute Zeiten, wo sie sich mit tollen Produkten im Markt etabliert haben, sind schon lange vorbei.
    Meine aktuelle Maus ging kur vor Ablauf der Gewährleistung kaputt, ich bekam eine neue und nach knapp 2 Jahren wieder dasselbe. Die Produkte, die ich davor hatte, haben meist auch nicht länger gehalten. Steht in keinem Verhältnis zum Preis. Andere Hersteller können das um Welten besser.

  • muehsi

    Ich habe nun auch eine Logitech MX Master gekauft. Was mir auffaellt: Das Mausrad klappert im Freilauf. Also wenn ich die Maus in die entgegengesetzte Richtung bewege..
    Wenn sie im “Rastermodus” ist, muss ich sie schon deutlich heftiger bewegen damit es auffaellt.
    Ist das bei euch auch so? Oder habe ich eine Montagsmaus erwischt?

    Danke!