Mein Alltag ohne Springpad – wie ich mich jetzt organisiere

Über ein Jahr lang habe ich meinen gesamten Alltag über organisiert. Von für das Blog, wichtigen Bookmarks, Aufgaben bis hin zu so banalen Dingen wie Einkaufslisten war Springpad quasi meine zentrale Anlaufstelle. Die vielen Unzulänglichkeiten, die der Dienst aber aufweist und die auch das komplette Redesign leider nicht ausmerzen konnten, haben mich zuletzt aber dazu bewegt, Abstand von Springpad zu nehmen und mir alternative Wege zu suchen. Wie ich das nun alles bewerkstellige, will ich euch jetzt mal erzählen.

Das Blog organisieren – Ideen und Notizen

Unter Springpad habe ich potentielle Ideen für Blogbeiträge in einer gesonderten Aufgabenliste festgehalten. Komplett vorgeschriebene Beiträge habe ich selbstredend in einzelnen Notizen festgehalten. Das war zugegebenermaßen übersichtlich, allerdings umständlich. Unter den offiziellen Apps für iOS und z.B. hat das Navigieren zu dieser Aufgabenliste erst einmal zu lange gedauert und das nicht nur, weil Springpad allgemein mit Performance-Problemen zu kämpfen hat. Es gibt z.B. schon Hürden bei der Erstellung von schlichten Notizen. Da muss man zuerst einmal das richtige Notizbuch auswählen, unter Umständen Tags vergeben und und und.

Notizen überall synchron mit und

Das bewerkstellige ich nun komplett über mein selbst zusammengebautes, kleines Ökosystem, das von Simplenote und Dropbox angetrieben wird. Wie das im Detail funktioniert, habe ich ja bereits in einem riesigen Beitrag detailliert erklärt. Notizen sind damit immer überall verfügbar und werden sofort auf alle meine Geräte synchronisiert. Auch das Synchronisieren selbst funktioniert wunderbar und geht extrem schnell über die Bühne. Auch das Erstellen einer Notiz geht direkt ohne jegliche Vorbereitungen. Man braucht kein Notizbuch auszuwählen sondern fängt einfach direkt das Schreiben an. Das Schreiben selbst erfolgt dann ablenkungsfrei durch, bewusst in der Oberfläche simpel gehaltene, Clients, die es für alle Systeme praktisch zu Hauf gibt. Wie das funktioniert, wie effizient man damit schreibt und wie einfach das alles einfach ist, ist gewissermaßen einfach nur beeindruckend.

Quellen für Blogbeiträge und Aufgaben – , der Universelle

Wunderlist benutze ich bereits seit einiger Zeit wieder für die Aufgaben, die ich festhalten möchte, um sie nicht zu vergessen. Ich bin schlichtweg ein komplett vergesslicher Mensch – quasi der menschgewordene Schweizer Käse. Durch Wunderlist halte ich mich aber auf dem Laufenden. Aufgaben sind extrem schnell angelegt und über die offiziellen Anwendungen überall erreichbar. Auch ein Webinterface ist für den schnellen Zugang vorhanden. Das ist definitiv sehr viel effektiver und effizienter, als Aufgaben über Springpad festzuhalten. Außerdem hat man diese Aufgaben durch Wunderlist auch ständig im Auge und vergisst sie nicht. Man ist fokussierter auf das, was man machen will oder auch muss.

Aufgaben und Quellen mit Wunderlist organisieren

Inzwischen organisiere ich aber nicht nur meine Aufgaben über Wunderlist, sondern halte dort auch Links fest, die ich in eigenen Beiträgen verarbeiten könnte – also praktisch meine Quellen. Ich habe mir dafür eine gesonderte Liste erstellt, wo ich dann einfach Aufgaben erstelle und die entsprechenden Links in einer dazugeöhrigen Notiz festhalte. Das ist ebenfalls einfach und schnell gemacht. Ich würde mir nur wünschen, dass ich solche Links z.B. aus der Google Reader App meines Androiden über das Android Share Menü direkt an Wunderlist weitergeben könnte. Dann wäre auch dieser Aspekt wirklich perfekt.

Wichtige Bookmarks – kam zur richtigen Zeit

Den Großteil meiner Bookmarks lege ich lokal in Google Chrome ab. Das hat aber einen Nachteil: dadurch, dass sich dort inzwischen hunderte Bookmarks tummeln und es auch keine richtige Suchfunktion innerhalb der Bookmark-Verwaltung oder über die Adressleiste gibt, ist die Übersicht schon lange keine mehr. In meinen Bookmarks herrscht quasi Anarchie und so dürfte es nicht nur mir gehen.

Für wichtige Bookmarks, z.B. Anleitungen für XY und Dinge, die ich gerne mal nachschlage, auf die ich bei Bedarf gerne sofort Zugriff haben möchte weil ich diese beispielsweise demnächst oder öfters brauchen dürfte, musste also etwas anderes her. Am besten ein Platz, auf dem ich natürlich von allen meinen Geräten aus Zugriff haben kann.

Wichtige Bookmarks überall griffbereit mit Pocket

Hier kommt dann Pocket ins Spiel, der Dienst zum Speichern von Webseiten zum späteren Lesen, der zuvor Read It Later hieß. Seit ewigen Zeiten bot Read It Later bereits eine Funktion zum Favorisieren von gespeicherten Links. Diese war aber nur über die schlichte und extrem hässliche Weboberfläche erreichbar. Seit dem großen Rebranding ist die Funktion aber auch von den offiziellen Anwendungen aus erreichbar und so viel bequemer zu nutzen. Bookmarks, auf die ich schnellen Zugriff haben möchte, favorisiere ich nun einfach innerhalb von Pocket. Um die gespeicherten Links später problemlos wieder zu finden, bemühe ich dann einfach die Suche. Zur besseren Übersicht kann ich dann noch alle Links mit passenden Tags (z.B. “Anleitung” oder “WordPress”) ausstatten. Im Ernstfall finde ich dann das Gesuchte blitzschnell und das von überall aus.

Springpad kann vieles, aber nichts richtig – und vor allem ohne mich

Man kann jetzt natürlich dagegen sagen, dass man doch lieber einen Dienst verwenden solle, mit dem man dann möglichst vieles unter einem Dach haben kann. So habe ich auch sehr lange Zeit gedacht und daher immer wieder versucht über die Unzulänglichkeiten, die Springpad definitiv und darüber hinaus nicht zu wenig hat, hinwegzusehen. Inzwischen bin ich aber an einem Punkt, wo mir dieser vermeintliche Vorteil egal ist. Ich will mich nicht mehr einschränken müssen, nur um alles zentral gelagert zu haben. Ich will die bestmöglichen Dienste für meine Aufgaben und Ansprüche benutzen können und da ist es mir egal, ob ich nun einen oder vier Dienste benutze. Qualität vor Quantität ist hier das Stichwort und die Kombination aus Simplenote/Dropbox, Wunderlist und Pocket hat für mich eine immense Qualität und vereinfacht meinen Alltag tatsächlich um einiges. Ihr kommt super mit Springpad im Alltag aus und könnt euch nicht beschweren? Das ist super, ehrlich! Ich allerdings bin mit diesem Dienst, den ich persönlich als nach über einem Jahr nutzung als vollkommen unausgegoren erachte, durch.

Springpad? Ohne mich!

Natürlich aber ist dieser Weg, die Dinge anzugehen, nicht der Einzige. Jeder von uns hat seinen eigenen Ablauf und so lange man selbst mit seinem Ablauf zurechtkommt und zufrieden ist, ist doch alles gut. Darum meine Frage an euch: wie organisiert ihr euren Alltag? Welche Dienste verwendet ihr wofür? Plaudert doch mal ein wenig aus dem Nähkästchen. Mich wurde es freuen, über eure Geschichten und Anekdoten zu lesen!

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