Mit Shutter Screenshots unter Ubuntu erstellen (und meine kleine Notebook-Anekdote)

Vielleicht hat es der ein oder andere in den letzten Tagen mitbekommen: ich habe von der Firma am Donnerstag ein Notebook bekommen, das ich als Arbeitsgerät und für die Berufsschule benutzen kann. Das Notebook ist ein Acer TravelMate 4230 und dementsprechend ein “etwas” älteres Gerät, weswegen ich es auch ohne Murren bekommen habe – es stand nämlich unbenutzt in unserem Serverraum im Keller rum und wäre sonst beinahe vergilbt. Verbaut sind da z.B. “nur” ein Intel Centrino 1,66 Ghz Dual Core und ein GB RAM. Für meine Anwendungsfälle dürfte es allerdings ausreichen, wenn ich da noch einen zweiten GB RAM Riegel dazupacke. Von daher bin ich mit dem Gerät selbst zumindest schonmal nicht unglücklich.

Bzgl. der Neueinrichtung des Notebooks kam für mich eigentlich nur eine Dual Boot Lösung aus Windows 7 (zur Nutzung als Arbeitsgerät in der Firma) und Ubuntu (zur privaten Nutzung und in der Berufsschule) in Frage. Während die Einrichtung unter Windows in Bezug auf zu installierende Anwendungen für mich kein Hexenwerk ist (ich weiß ja, was ich dort brauche), ist das unter Ubuntu schon ein wenig anders. Natürlich hab ich Ubuntu in der Vergangenheit schon öfter ausprobiert, allerdings waren das immer nur kurzfristigere Sessions. Nun soll es am Notebook eine längerfristigere Beziehung werden und da will ich auch für den Fall gewappnet sein, dass ich mal am Notebook blogge (so wie just in diesem Augenblick). Und neben dem Browser ist da die Screenshot-Utility das wohl wichtigste Tool. Aus dem Grund gehe ich z.B. auch am Windows PC keine Kompromisse ein und benutze Snagit 10.

Die Benutzeroberfläche von Shutter

Unter Ubuntu aber kann ich Snagit aber natürlich nicht nutzen, sofern ich mir nicht die Mühe mache und mich mit WINE abquälen will, was selstredend nicht in Frage kommt, denn dafür fehlen mir sowohl Zeit als auch Erfahrung mit und Wine. Also muss eine native Anwendung her. Nach kurzer Suche im Ubuntu Center habe ich dann testweise Shutter installiert, ausprobiert und et voilà: ich habe mein Screenshot-Tool gefunden!

Shutter ist eine funktionsreiche Anwendung, die eigentlich alle Bedürfnisse, die man an so ein Tool stellen kann, erfüllen sollte. Screenshots von Fenstern, festzulegenden Bereichen, dem gesamten Desktop und mehr lassen sich per Shortcut erstellen, ein eingebauter Editor für die schnelle Bearbeitung ist ebenfalls vorhanden, automatische Bilder-Uploads zu Image-Hostern sind ebenfalls konfigurierbar und auch sonst gibt es eine Menge Einstellungsmöglichkeiten. Shutter ist in etwa das, was ich von einer typischen Linux Anwendung erwarte: die Abhandlung eines bestimmten Anwendungsszenarios detailliert konfigurierbar lösen lassen.

Integrierter Editor von Shutter

Als kleines Detail lasse ich meine Screenshots übrigens direkt in der Dropox abspeichern, sodass ich die Screenshots bei Bedarf direkt am großen Desktop PC weiterverarbeiten kann. Nur als Detail für den Fall X und wieder mal eine Anekdote dafür, wie toll Dropbox ist, denn der Dienst synhronisiert sofort und völlig unauffällig die Dateien auf den Clients. Wie immer sind es die kleinen Dinge im Alltag, die mich am meisten jubeln lassen. ;)

Aber gut, Shutter selbst ist – wie gesagt – große Klasse, weil eben sehr detailliert konfigurierbar und mit vielen Funktionen ausgestattet. Meiner Meinung nach ein Muss für den Blogger, der unter Ubuntu auch mal über Software bloggt. Sollte der geneigte User definitiv ausprobieren, sofern es nicht schon in Nutzung ist!

Und weil ich nun auch vorhabe, Ubuntu in meine täglichen Abläufe einzugliedern, wird es in Zukunft dann wohl auch entsprechend mehr Beiträge zum Thema geben. Macht euch also darauf gefasst. ;) Wer mir noch gute Linux Anwendungen empfehlen mag, kann das natürlich auch gerne in den Kommentaren machen.

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