picplz schließt die Pforten – und ich schwelge in Erinnerungen

Wie ihr inzwischen bestimmt mitbekommen habt, wird der Photo-Sharing-Dienst picplz zum dritten Juli komplett eingestellt werden. Darüber hatte ich am Wochenende ja bereits bei mobiFlip geschrieben.

Die Gründe dafür dürften recht offensichtlich sein. Instagram hat die offizielle Android-App veröffentlicht und wurde kurz darauf durch Facebook akquiriert. Das hat zu einem riesigen Buzz geführt, sodass man bei Instagram, laut der letzten Meldung, bei 50 Millionen Nutzern angelangt sei, ganz aktuell dürfte man aber doch bei einer weit höheren Nutzerzahl angekommen sein. Viele dieser Nutzer, die sofort auf die Android-App von Instagram angesprungen sind, haben vorher picplz genutzt, da auch sie eine Instagram-ähnliche User Experience auf ihren Devices haben wollten. Dementsprechend hat picplz zu dieser Zeit also einen extremen Einbruch in den Nutzerzahlen verzeichnen müssen. Bei picplz hat man also quasi auf Grund dieses Trends kapituliert und die Konsequenzen für den Dienst gezogen. Man will sich daher in Zukunft auf andere Projekte konzentrieren und diese voran bringen.

picplz schließt Dienst zum dritten Juli

picplz-Nutzer wurden in Folge dieser Neuigkeiten per Email angehalten, bisher hochgeladene Fotos herunterzuladen und damit zu sichern. Wenn der Dienst nämlich am dritten Juli geschlossen wird, werden alle Daten komplett gelöscht, was natürlich auch die Fotos beinhaltet. Nachdem ich also seit längerem nicht mehr auf der picplz-Webseite war, habe ich mir meine Fotos mal angeschaut und gesichtet, was denn so gesichert werden sollte. Dabei kam ich ein bisschen ins Schwelgen und das Nachdenken darüber fing an. Deswegen will ich jetzt einmal mehr ein wenig aus dem berühmten Nähkästchen plaudern.

Mein erstes Foto auf picplz - Vorbereitung zum Abitur

Ich war also auf der picplz-Webseite unterwegs und schaue meine paar Bilder durch. Dabei sind mir dann entsprechende Erinnerungen zu diesen Fotos wieder ins Gedächtnis gekommen. Ich gucke mir also die Bilder an und merke, dass ich nun wusste, warum man denn überhaupt Dienste, wie picplz, oder Instagram, benutzt bzw. was sie einem bringen. Es ist nicht das leichte Sharing der Bilder auf Twitter, Facebook und Co. Es sind auch nicht die Effekte, die einem geboten werden. Nein, es sind die Erinnerungen, die man mit den Fotos verbindet! Würden die Fotos irgendwo lokal auf der Festplatte sein, oder hätte ich sie auf Dienste, wie Yfrog oder Twitpic, hochgeladen, würde ich mir die Fotos wahrscheinlich nie wieder anschauen – sie würden quasi digital verstauben. Das mag einem bei manchen Fotos völlig egal sein und nicht interessieren. Bei anderen jedoch ist es schade um die Erinnerungen und die Erlebnisse, die damit zusammenhängen und an die man sich doch gerne zurückerinnert.

picplz, Instagram, Lightbox, Streamzoo und wie sie nicht alle heißen, stellen zu einem großen Teil also quasi ein digitales, bebildertes Gedächtnis dar. Meiner Meinung nach kann das wirklich wertvoll sein, zumindest habe ich das gestern gemerkt. Vor ca. anderthalb Jahren habe ich nämlich angefangen, Fotos bei picplz hochzuladen und diese Zeit war für mich mit dem Abitur, den Parties mit den Freunden und dem anschließenden Umzug eine sehr bewegte Zeit. Ob es nun Fotos vom Feiern, Bier-Fotos, oder Grill-Aktionen sind – mit picplz habe ich das alles festgehalten und ich muss ehrlich sagen, dass ich dankbar dafür bin, dass es Dienste gibt, die einem diese Möglichkeit geben.

Deswegen finde ich auch schade, dass picplz nun seine Pforten schließt, denn irgendwo war ein spezieller Bezug meinerseits zum Dienst da, wie ich gemerkt habe. Ladet also nicht wahllos Bilder auf solche Dienste hoch, sondern überlegt es euch. Es könnte von Nutzen für euch sein.

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