Seafile: Dropbox- und ownCloud-Alternative zum Selbsthosten

ownCloud machte sich zuletzt als Alternative zu Dropbox und Co. zum Self-Hosting einen Namen. Seafile schlägt dabei in eine ähnliche Kerbe, konzentriert sich dabei aber auf den Umgang mit Dateien und Kontakten.

ownCloud erlaubt die Verwaltung von Dateien, Kontakten, Kalendern und Lesezeichen innerhalb der eigenen an einem zentralen Anlaufpunkt. Wer nur Dateien und Kontakte in der eigenen verwalten möchte, findet in Seafile eine weitere Alternative, mit der exakt das möglich ist.

Die Server-Software steht für Linux, Windows und den Raspberry Pi bereit, Clients gibt es für Windows, OS X und Linux, darüber hinaus stehen ein  Terminal-Client sowie mobile Apps für Android und iOS zur Verfügung. In Sachen Plattformunabhängigkeit kann Seafile also ein deutliches Wörtchen mitreden, hier sollte (fast) jeder die Clients für seine Systeme vorfinden.

Im eigentlichen Umgang mit Seafile fühlt man sich sofort heimisch, wenn man beispielsweise Dropbox oder Google Drive kennt: Grundlegend werden Bibliotheken erstellt, die wiederum Ordner und Dateien beinhalten können. Erstere eignen sich daher für eine grobe Unterscheidung, während darunterliegende Ordnerstrukturen das Ganze verfeinern.


In Seafile gespeicherte Dateien lassen sich natürlich für andere Nutzer freigegeben, darüber hinaus kann man Gruppen erstellen, die das Teilen bestimmter Inhalte mit einer fixen Nutzergruppe vereinfachen. Favoriten können ebenso angelegt werden, des Weiteren steht ein Aktivitätenverlauf zur Verfügung und Wiki-Funktionalitäten sowie Nachrichten und eine Kontaktverwaltung stehen ebenso zur Verfügung.

Die Community-Edition für eigene Server-Installationen steht kostenfrei zur Verfügung, die Business-Edition kostet dann 25 US-Dollar pro Jahr pro Benutzer und schaltet einige weitere Funktionen sowie entsprechend besseren Support frei. Wer Seafile nutzen, aber nicht auf einem eigenen Server installieren möchte, kann auch den Webservice nutzen, den die Entwickler anbieten. Hier gibt es drei verschiedene Stufen, die sich in den Speichermengen unterscheiden und von der kostenlosen Nutzung bis hin zu 50 US-Dollar pro Monat reichen. Verschlüsselt werden Dateien standardmäßig übrigens nicht, allerdings lässt sich das optional aktivieren, wobei die jeweiligen Dateien dann per AES-128 mit SHA1-Hashes verschlüsselt werden.

Im ersten Kurztest machte Seafile dabei in der Webservice-Variante einen ganz guten Eindruck. Die Oberfläche ist sehr strukturiert und optisch ansprechend aufgebaut, Bibliotheken sind eine sehr nette Idee und auch die Performance lies kaum Wünsche offen. Wer sich übrigens für den Quellcode interessiert, kann diesen ebenfalls einsehen, da Seafile quelloffen ist. Insgesamt also ein sehr nettes Tool, welches für einige womöglich interessanter, als ownCloud sein könnte. Sind hier Seafile-Nutzer anwesend? Wie sind eure Erfahrungen mit dem Dienst?

Seafile-Downloads aufrufen

Seafile
Entwickler: Seafile Ltd.
Preis: Kostenlos
Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. :-( #wpappbox

Links: → Store öffnen → Google-Suche

By default file storage on the server is not encrypted. But if you choose to encrypt a library when creating it, the files in it will be encrypted with a password you provide. The password is not stored on the server. Any data will be encrypted on your local machine before uploading to the server.

Well, the password is first hashed into an encryption key. Then the data is encrypted with AES-128. The hash method is SHA1 with very high iteration number to prevent brute force attack.

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